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Konrad Schüttauf

    Das Drama der Scham (Abhandl.d.akad.der Wissensch. Phil.-hist.klasse 3.folge)
    Beschämung - Ressentiment - Vergeltung
    • 2008

      Situationen der Beschämung sind allgegenwärtig. Verstetigen sich Erfahrungen der Beschämung und Kränkung, entstehen Ressentiments, die wiederum zum Nährboden von Gewaltäußerungen werden können. Das diesjährige Sonderheft bildet Aspekte des Umgangs mit Scham und Beschämung ab: Neben phänomenologischen Überlegungen zur Scham und zur Differenzierung narzisstischer Zustände wie Groll, Scham und Zorn werden Spaltung und projektive Identifi kation als Abwehr von Scham thematisiert. Im Zusammenhang der Trias von Scham, Sexualität und Gewalt bei Jugendlichen kommen Ressentiments bei jugendlichen Frusttätern und die Rolle des Schamaffekts bei der Rekrutierung von NS-Anhängern zur Sprache. Analysiert wird auch die Rolle der Verachtung als Strafzumessungsfaktor bei gerichtlichen Verfahren. Ein Versuch, den Kausalnexus von Trauma und Gewalt zu durchbrechen, wird abschließend anhand der südafrikanischen Wahrheits- und Versöhnungskommission dargestellt. Ein hochaktuelles gesellschaftspolitisches, aber auch individuelles Thema: - Was tun Menschen, die beschämt worden sind? - Wie reagieren sie: nach außen über Gewalt, nach innen durch Schuld- und Schamgefühle? - Erklärung: Wie entstehen Ressentiments? - Darstellung des Zusammenhangs von Scham, Sexualität und Gewalt bei Jugendlichen - Rolle der Scham bei der Rekrutierung von NS-Anhängern

      Beschämung - Ressentiment - Vergeltung
    • 2003

      Scham entfaltet sich in zwei Grundformen: als Scham der passiven Enthüllung (der Mensch muss seine Bloßstellung erdulden) oder als Scham der scheiternden Selbstüberhebung (die eigenen Ansprüche werden auf blamable Weise weit verfehlt). Diese neue, überraschende Unterscheidung eröffnet den Autoren einen Blick auf die bisher viel zu wenig beachteten Eigenanteile des Subjekts an seiner Beschämung – auf den Akt der Täuschung des anderen. Scham hängt eng mit dem Wesen der Person überhaupt zusammen, mit ihrer Privatheit einerseits und dem verbotenen und doch zugleich geforderten Wagnis der Überschreitung andererseits. An einer Reihe typischer Szenarien werden die Hauptmomente des Schamgeschehens als ein Drama entwickelt. Mit den Mitteln der Psychoanalyse wird der Ursprung dieses Dramas in seine Früh- und Vorformen zurückverfolgt bis hin zu der im Biologischen wurzelnden Proto-Scham, die wir alle als eine erste tiefe Ungerechtigkeit erlitten haben.

      Das Drama der Scham (Abhandl.d.akad.der Wissensch. Phil.-hist.klasse 3.folge)