Kleinbahn im Karpatenbogen
Schäßburg (Sighi?oara) – Agnetheln (Agnita) – Hermannstadt (Sibiu)
Im November 1898 wurde die Schmalspurbahn von Schäßburg nach Agnetheln in Siebenbürgen, damals Teil von Österreich/Ungarn, eröffnet. Der Bau stellte alle Beteiligten vor große Herausforderungen aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse und extremen Wetters. Nach mehreren Rückschlägen wurde die Strecke 1910 bis Hermannstadt verlängert, wodurch drei wichtige Zentren miteinander verbunden wurden. Diese Kleinbahn war entscheidend für den Personen- und Güterverkehr und trug zur regionalen Stabilität nach dem Ersten Weltkrieg bei, als Siebenbürgen Teil Rumäniens wurde. 1965 wurde der Abschnitt von Schäßburg nach Agnetheln eingestellt, und ab 1969 endete die Strecke am Ortsrand von Agnetheln. Dennoch blieb die Kleinbahn bis in die 1990er Jahre wichtig. Leider führte die schrittweise Einstellung der Schmalspurbahnen durch die rumänische Eisenbahngesellschaft CFR auch zur Schließung der Strecke Agnetheln – Hermannstadt im September 2001. Das Buch beleuchtet die Entwicklung dieser Bahnverbindung mit zeitgenössischen Einblicken, skizziert die historischen Umbrüche und das vielfältige Verkehrsgeschehen bis in die 1980er Jahre. Zahlreiche, oft unveröffentlichte Bilder zeigen die Bedeutung dieser Strecke in einer multiethnischen Region. Zudem werden die eingesetzten Fahrzeuge dokumentiert und die Bemühungen um touristische Nutzung nach 2001 thematisiert.

