Selected Artists 2010
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„Seine Philosophie und die Weise seines Philosophierens gehören zu seiner Lebensweise. Sein Leben und seine Philosophie sind aus einem Stück; sein Philosophieren ist kein Zurückziehen aus dem Dasein und der Gegenwart in die freien, reinen Regionen des Gedankens.“ So urteilt Hegel über Sokrates, und diese Einschätzung trifft ebenso auf Brecht zu. Brechts Philosophie entwickelt sich nicht zu einem geschlossenen System, sondern bleibt eng mit dem „gewöhnlichen Leben“ verbunden. Dabei zeigt er große Weitsicht: Laotse, Sokrates, Empedokles, Lukrez, Kant, Bacon, Hegel, Marx, Nietzsche und Benjamin – Brecht studiert die Geschichte der Philosophie und findet darin überraschende Einsichten für die gegenwärtige, düstere Zeit. „Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres als das Wasser. / Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich.“ Diese Gedanken von Laotse entwickelt Brecht weiter zu einer aktuellen Friedensphilosophie. Der Kampf um Macht und Einfluss gehört zum gewöhnlichen Leben und zum vorübergehenden Exil. Selbst Hegels „Philosophie der Geschichte“ wird von Brecht fruchtbar gemacht, um die Verknüpfung von Ökonomie und Politik zu beleuchten. Chinesische Weisheiten und Kafkas Paradoxa werden genutzt, um tiefere Fragen zu stellen, ohne sich in einer Dialektik der Abwesenheit zu verlieren. Brecht scheut sich nicht, eigene Widersprüche zu thematisieren, und entwickelt eine Philosophie des eingreifenden Denk
neue Gesellschaft für bildende Kunst ◅ ▻ Selected Artists 2009 Stipendiaten und Stipendiatinnen des Arbeitsstipendiums für Bildende Kunst des Berliner Senats, 2009 23. Januar–14. Februar 2010 Eröffnung: 22. Januar 2010 Ausstellung Publikation Veranstaltungsreihe Künstler_innen Heiko Blankenstein, Daniela Comani, Martin Dörbaum, Esra Ersen, Kerstin Gottschalk, Farida Heuck, Laura Horelli, Pauline Kraneis, Adrian Lohmüller, Christine Meisner, Angela Melitopoulos, Rebecca Michaelis, Julia Oschatz, Katja Pudor, Nadin Reschke, Birgit Schlieps, Arne Schreiber, Kei Takemura, Ella Ziegler Arbeitsgruppe RealismusStudio Christin Lahr, Simon Marschke, Mara Traumane, Frank Wagner, Susanne Weiß Jedes Jahr werden 19 Künstlerinnen und Künstler vom Berliner Senat mit einem sehr begehrten mit rund 10.000 € dotierten Stipendium ausgezeichnet. Auch dieses Mal wurden wieder innovative und förderungswürdige Positionen ausgewählt, um ihnen einen Präsentationsort zuzuweisen und sie genauer zu beurteilen - jenseits der kommerziellen Vermarktung in den mittlerweile unzähligen Galerien, die sich in Berlin etabliert haben oder Fuß fassen wollen.
Christa Wolf gibt in ihrer leider viel zu kurzen Würdigung der Seghers (1900-1983) ihr persönliches Bild von der z.Z. wohl, bedingt durch die Zeitereignisse, nicht objektiv einzuschätzenden Autorin. Die 3 Herausgeber der hervorragend geglückten Monographie (die Tochter Ruth und 2 mehrfach mit dem Werk publizistisch befaßte Autoren) haben in ihrer Bild-Text-Collage den Lebensweg in einzelnen Stationen nachgezeichnet, dabei wenig bekannte Belege aufgetan, kritische Situationen (Janka-Prozeß, 17. Juni, Verhältnis zur DDR) nicht ausgespart; den Schwerpunkt bilden die Jahre des Exils zwischen 1933 und 1947. Die Datenauflistung zu den einzelnen Lebensstationen wird ausführlicher mit einer Chronologie im Anhang ergänzt, statt einer umfassenderen Bibliographie nur ein Quellenverzeichnis. Neben der Monographie von C.Z. Romero (BA 5/93) wird künftig diese "Biographie in Bildern" zu stehen haben, in ihr wird eindringlich die nicht nur äußerliche Wandlung einer bedeutenden Frau vor Augen geführt. (2) (Hans-Jürgen Zimmermann)
Geschlechter, Leben und Begehren in der Kunst seit 1960 = The Eighth Square: Gender, Life, and Desire in the Arts Since 1960
Im Schachspiel kann ein Bauer, der das achte Feld erreicht, gegen eine Figur seiner Wahl getauscht werden, was ihn von einer machtlosen in eine mächtige Figur verwandelt. Diese Metapher spiegelt wider, dass Sexualität weit über Familienpolitik und Medien hinausgeht. Sie umfasst Begehren, Macht, Verführung und Trauer, und entfaltet sich in der Kunst, die die Komplexität des Themas erfasst. Kunst ermöglicht das Spiel mit Geschlechtern und verbotenen Wünschen und thematisiert deren Widersprüchlichkeit. In einer liberalisierten, normalisierten Welt stellt sich die Frage, wie abweichendes Begehren und die Realität für weibliche Männer und männliche Frauen aussehen. Die Ausstellung präsentiert über 80 internationale Künstler und bietet einen neuen Blick auf Drag, Gender, Queerness und Transsexualität, die in all ihren Facetten und erotischen Ausdrucksformen gezeigt werden. Zu den Künstlern zählen Diane Arbus, Nicole Eisenman, Robert Gober, David Hockney, und viele mehr. Die Ausstellung fand im Museum Ludwig Köln statt und beleuchtet historische sowie gesellschaftliche Entwicklungen in der Kunst.
Sylt ist Deutschlands liebste Ferieninsel. Denn Sylt ist nicht nur außergewöhnlich, Sylt ist einzigartig. Die größte nordfriesische Insel ist seit jeher Sehnsuchtsort für Touristen aus aller Welt, jedes Jahr zieht es hunderttausende Gäste hierher. In dem prächtigen Bildband „Sehnsucht Sylt“ werden all die Adressen präsentiert, die bei einem Besuch auf der Insel nicht verpasst werden dürfen.