Alfred Gierer Libros






Die Beziehung moderner Naturwissenschaft zu aufgeklärten, liberalen Formen religiöser Ideen ist Thema dieses Buches. Die Erklärungen der Wissenschaft führen erstaunlich weit, und doch gibt es für sie prinzipielle, erkenntnistheoretisch robuste Grenzen, auch in Bezug auf die Evolution des Menschen, die Fähigkeiten seines Gehirns und die Rätsel des menschlichen Bewusstseins. Dies ist ja nicht nur Gegenstand, sondern schon Voraussetzung des wissenschaftlichen Denkens. Im Mittelalter hat Meister Eckhart den Urgrund menschlichen Bewusstseins als göttlich angesehen. Unter den modernen Naturwissenschaftlern betonte besonders Wolfgang Pauli die psychischen Voraussetzungen wissenschaftlicher Entdeckungen. Eine systematische Analyse zeigt Aspekte moderner Biologie, die verschiedene, sowohl agnostische wie auch pro-religiöse Deutungen ermöglichen. Auf der philosophischen, kulturellen und religiösen Ebene bleibt für uns die Welt mehrdeutig; wir dürfen und können wählen. Nach Ansicht des Autors sprechen dabei Weisheit und Lebenskunst für eine pro-religiöse Einstellung, für „metaphysischen Optimismus“; verbindlich kann und soll dies aber nicht sein.
Die Physik, das Leben und die Seele
- 310 páginas
- 11 horas de lectura
Die gedachte Natur
Ursprung, Geschichte, Sinn und Grenzen der Naturwissenschaft
- 293 páginas
- 11 horas de lectura
Mit der zweieinhalbtausendjährigen Geschichte "menschlichen Nachdenkens über die Natur" beschäftigt sich der Autor dieses Buches. Er läßt dabei die alten Griechen ebenso zu Wort kommen wie die Begründer der modernen Naturwissenschaft. Außerdem macht er sich Gedanken über die Grenzen menschlicher Erkenntnis und das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Religion und plädiert dafür, "Wissenschaft in Sinn- und Wertzusammenhang des Lebens einzubinden".