Er wird von den Frauen geliebt und verlassen, er wird von den Kindern verlacht und von Nonnen getröstet; er ist ein innerlich amoklaufender Flaneur, der nach Nähe giert und sie nicht ertragen kann. "Landschaft mit Wölfen", das sind sieben heiße Julitage im Leben von Neuhaus, dem Helden in Matthias Altenburgs neuem Roman. Neuhaus ist ein gebildeter Streuner auf der Suche nach Schönheit. Er führt Fremde durch Frankfurt und treibt doch selbst wie ein Fremder durch diese Stadt, in der das Glück nur an den Rändern zu finden ist. Neuhaus streift mit der Schäferhündin Saba durch das Viertel, geht auf Partys und zum Boxkampf, schaut in alle Fenster und mustert seine Umgebung wie ein hellwacher Gott seine verkommene Schöpfung: Eine Welt, die aussieht als warte sie auf Erlösung. Mit seiner klaren schnellen Sprache bringt Matthias Altenburg einen Ton in die neue deutsche Literatur, der am ehesten die Songs von Tom Waits und an die Filme von Jim Jarmusch erinnert.
Matthias Altenburg Libros
Este autor alemán, que escribe bajo el seudónimo de Jan Seghers, es un consumado periodista y novelista. Su obra se centra en la ficción criminal cautivadora, explorando tramas intrincadas y las profundidades de la psicología humana. Seghers crea magistralmente narrativas de suspense que mantienen a los lectores al borde de sus asientos. Su voz distintiva aporta una intensidad única al género.






German
Die Liebe der Menschenfresser
- 212 páginas
- 8 horas de lectura
Altenburg schöpft aus einem reichen Fundus und schafft ein Ensemble schräger Figuren und konkreter Verhältnisse. Kraftvoll und poetisch, liebevoll und ohne Sentimentalitäten komponiert er Bilder aus der Welt der Schwachen und Gestrandeten, zeigt märchenhafte und realistische Ausschnitte aus einer Welt prallen Lebens, wilder Liebe und zärtlicher Grausamkeit. In Breitenstein, einem Tal, das einer Zeitfalte gleicht, ist seit Jahren alles einerlei. Selbst der Krieg war nur ein roter Feuerschein am Himmel während der Nacht, als Kassel brannte. Hier leben die sonderbarsten Menschen - der dicke Franz, das Gespött des Dorfes, die üppige Mama Bonzo aus Frankreich, der rote Lothar, der aus der Klosteranstalt flieht, der Schlachter Herwig, die Witwe Dempewolf und Opa Porno. Zwischen Schankraum, Kirchenschiff und weiten Feldern wächst Elfi mit ihren Freundinnen Gerti und Rosi heran. Sie bekommt einen Sohn, Koller, der es schafft, aus dem Dorf herauszukommen. Er versucht sein Glück in Kassel und Frankfurt, doch Jahre später löst er wieder eine Fahrkarte nach Breitenstein. Mit epischem Atem und hohem Tempo, scharfem Blick und bissigem Witz erzählt Altenburg eine Burleske aus der Provinz, eine Familiensaga und eine Coming-of-age-Geschichte - zu einem Zeitpunkt, als noch niemand dies von einem deutschen Roman erwartete.
Irgendwie alles Sex
- 285 páginas
- 10 horas de lectura
In diesem Buch geht es um die Lebens- und Liebespraktiken der Deutschen. Und um die Macken und Moden unseres Geisteslebens. „Die Deutschen sind doof. Sie finden Heike Makatsch sexy und halten Robert Schneider für einen Dichter.“ - Während die „Generation Golf“ vor dem eigenen Spiegelbild gähnt, macht Matthias Altenburg ernst. Seine „Storys zur Lage“ sind Anschläge auf den Zeitgeist. Altenburg streunt durch die Supermärkte und CafÄs, durch die Fußgängerzonen und Museen. Er geht durch die Hölle und blinzelt in den Himmel - immer aber schaut er mit einem Indianerblick auf das Land und seine Bewohner. Mit sichtlichem Vergnügen veralbert er die Würdenträger des Kulturbetriebs und kniet vor seinen eigenen Göttern nieder. Kaum ein Held oder Feigling dieser Jahre, den er nicht porträtiert hätte. Als „hellwacher Beobachter, dessen Verzweiflung mit trockenem Witz gefedert ist“ (Der Spiegel) erweist sich Altenburg in seinen ungemein klugen, ebenso witzigen wie bitteren Texten. Wie kaum ein anderer seiner Generation hat er mit seinen Kommentaren und Provokationen den literarischen Diskurs der letzten zehn Jahre mitbestimmt. „Irgendwie alles Sex“ versammelt Geschichten, Essays und Kolumnen. Sie erzählen vom Sterben, Staunen und Taumeln, von guten Büchern und schlechten Menschen, von Naomi Campbell und Marcel Proust, von toten Freunden und untoten Dichtern, von Marburg, Paris und der dreckigsten Insel der Welt.
Weltweit gehen die Menschen auf die Straße. Sie fordern: Freiheit, eine gerechte Gesellschaft, ein starkes globales Sozialsystem sowie eine Politik, die nicht von den Banken und Konzernen bestimmt wird. <br>Matthias Altenburg ist als Jan Seghers mit seinen gesellschaftskritischen Krimis erfolgreich. Nun nimmt er die neuen Protestbewegungen zum Anlass, den Verhältnissen auf den Grund zu gehen. Er erklärt seiner sechszehnjährigen Tochter Paula in fünfzig kurzen Kapiteln die Welt - und liefert nicht wenige Gründe, um ungehorsam zu sein, egal in welchem Alter.<br><br>Wie eine Meinung entsteht<br>Wie man durch Armut reich wird<br>Wofür Kriege gebraucht werden<br>Weshalb unsere T-Shirts zu billig sind<br>Warum Demokratie schön, aber anstrengend ist<br>Wie man uns mit der Wahrheit belügt