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Hazel Rosenstrauch

    13 de mayo de 1945
    Karl Huß (1761 - 1836), der empfindsame Henker
    Aus Nachbarn wurden Juden
    Karl August Varnhagen und die Kunst des geselligen Lebens ; eine Jugend um 1800 ; biographischer Essay
    Congress mit Damen
    Wahlverwandt und ebenbürtig
    Juden, Narren, Deutsche
    • Juden, Narren, Deutsche

      Essays

      • 160 páginas
      • 6 horas de lectura

      Hazel Rosenstrauch bezeichnet sich als unjüdische Jüdin und nennt ihre Texte „Deutsche Studien“. Als Nachkömmin von Verfolgten beobachtet sie – skeptisch, heiter und auch böse – die Erinnerungskultur in Deutschland, Österreich und ein bisschen auch in Europa. Die Geschichten sind aus dem Leben gegriffen – in Berlin, in Wien oder auch in der Bischofsstadt Rottenburg. Denkmale, Stolpersteine und Orte der Erinnerung sollen mahnen. Wie aber wirken sie auf jemanden, der ständig an die Ausgrenzung seiner Vorfahren erinnert wird? Die Autorin wehrt sich gegen Zuschreibungen und möchte die verharschte Sprache aufbrechen.

      Juden, Narren, Deutsche
      3,0
    • Wahlverwandt und ebenbürtig

      • 333 páginas
      • 12 horas de lectura

      Das Ideal einer humanistischen Erziehung wird durch die außergewöhnliche Beziehung von Wilhelm von Humboldt und seiner Frau Caroline von Dacheröden beleuchtet. Wilhelm, ein bedeutender Reformer des Bildungswesens, Diplomat und Sprach-Philosoph, war seiner Zeit weit voraus. Caroline, Mutter von fünf Kindern und in den Hauptstädten Europas zu Hause, war ihm in Bildung, Kunstsinn und Humanität ebenbürtig. Ihre Beziehung war nicht von leidenschaftlicher Natur, sondern basierte auf einer Liebe "auf gleicher Höhe". Caroline suchte in ihrem Partner die Respektierung der Individualitäten beider Charaktere, was ihrem Wunsch entsprach, in einer engen Beziehung höchste Freiheit zu bewahren. Hazel Rosenstrauch nutzt unzählige Briefe, die das Paar über Jahrzehnte austauschte, um das Bild einer selbstbewussten Frau zu zeichnen, deren Verständnis von Liebe und Partnerschaft weit in die Moderne vorauswies. Gleichzeitig wird Wilhelm als ein liberaler Geist dargestellt, der an Carolines freiem Wesen gewachsen ist. Rosenstrauchs kritische und wissensreiche Annäherung an dieses Ehepaar bietet einen tiefen Einblick in deren außergewöhnliche Verbindung und die Ideale, die sie verkörperten.

      Wahlverwandt und ebenbürtig
      3,2
    • Congress mit Damen

      1814/15: Europa zu Gast in Wien

      • 188 páginas
      • 7 horas de lectura

      Der Wiener Kongress 1814/15: Napoleon war besiegt, seine Hinterlassenschaft konnte verteilt werden. Kaiser und Könige, Fürsten und Diplomaten aus ganz Europa kamen – mit Gattinnen, Schwestern, Geliebten und Dienerinnen – nach Wien. Und es wurde keineswegs nur getanzt. Den Damen der Wiener Hocharistokratie und der „Zweiten Gesellschaft“ fiel eine wichtige Aufgabe zu: In ihren Salons oder auch Boudoirs wurden Kontakte geknüpft und Formulierungen erprobt, Intrigen gesponnen und Geheimnisse verbreitet. Die Soiréen, Bälle und Empfänge fungierten als Vorzimmer der Verhandlungsräume, der Spaziergang auf dem Glacis oder der Besuch in einem Theater wurde für diplomatische Erkundungen genutzt. Hazel Rosenstrauch beleuchtet Schauplätze des Wiener Kongresses, stellt Nebenfiguren in den Vordergrund und erkundet, wie – bei allen Bemühungen um die Restauration des alten Regimes – Neues entsteht: in der Politik, in den Vorstellungen von Ordnung und Freiheit und im Umgang mit der Komplexität und den Unsicherheiten der Moderne.

      Congress mit Damen
    • Karl August Varnhagen ist meist nur noch bekannt als Mann seiner berühmten Frau, als "Wittwe" und Nachlaßpfleger der Rahel und ihres legendären "jüdischen Salons". Zu unrecht: er war ein liberaler, kosmopolitischer "homme de lettres", Feuilletonist, Kritiker, Sammler, Briefschreiber, Erfinder der biographischen Geschichtsschreibung; ein Meister der "geselligen Lebens-verhältnisse"; der unbequeme Chronist einer romantischen Generation, die um 1800 in Berlin und anderswo in die europäische Moderne aufbrach und meist im nationalen Biedermeier, in der Resignation oder im Exil endete.

      Karl August Varnhagen und die Kunst des geselligen Lebens ; eine Jugend um 1800 ; biographischer Essay
    • Henker gehörten seit Alters her zu den Unreinen, sie waren noch weniger geachtet als Juden und Zigeuner. Karl Huß (1761–1838), der Henker der böhmischen Stadt Eger, wehrte sich zeitlebens gegen diese Ausgrenzung und bemühte sich um den unmöglichen sozialen Aufstieg. Neben seinem blutigen Handwerk widmete er sich mit großem Erfolg der Heilkunst und legte eine bemerkenswerte Sammlung an, die auch Goethe beeindruckte, verfasste eine mehrbändige Chronik sowie eine wirkmächtige Schrift gegen den Aberglauben und stirbt schließlich als Kustos von Metternich. Hazel Rosenstrauch zeichnet in ihrer glänzend geschriebenen biografischen Annäherung das Leben dieses ungewöhnlichen Menschen nach, der zwischen den Zeiten und Welten lebte und in unruhigen Zeiten seinen eigenen Werten gehorchte. Sie beschreibt den radikalen Umbruch um 1800 und den Abschied von einer Ordnung, in der das Neue noch nicht greif- aber schon spürbar ist, und liefert das Bild eines Mannes, der tötet und heilt, der sowohl Opfer als auch Täter ist.

      Karl Huß (1761 - 1836), der empfindsame Henker