Kommunizieren ist ein rationales Ratespiel. Menschen sind in der Lage, wahrnehmbare Ereignisse zu interpretieren und die Interpretationsfähigkeit ihrer Mitmenschen zum Zwecke des Kommunizierens auszubeuten. Sie verfügen über semiotische Kompetenz. Konventionelle sprachliche Zeichen sind nicht Voraussetzung erfolgreicher kommunikativer Bemühungen, sondern deren ungeplante Konsequenz. Die hier vorgelegte Theorie will zeigen, wie durch die kommunikative Nutzung semiotischen Wissens sprachliche Zeichen entstehen, wie sie funktionieren und wie sie sich verändern. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt:§Sind sprachliche Zeichen Abbilder oder Werkzeuge?§Wie verhalten sich Begriffe zu sprachlichen Bedeutungen?§Wie entstehen Symbole?§Welche Beziehung besteht zwischen Konventionalität, Arbitrarität und Motiviertheit?§Wie kann aus konventioneller Bedeutung nichtwörtlicher Sinn erzeugt werden?§Was besagen 'Metaphorisierung', 'Lexikalisierung' und 'Verblassen'?
Rudi Keller Libros
4 de octubre de 1942



UTB: Sprachwandel. Von der unsichtbaren Hand in der Sprache. 3. Auflage
- 238 páginas
- 9 horas de lectura
German