Beatrice Michel hat sich über die Jahre längere Zeit im Siedlungsgebiet der Kurden in der Türkei, im Iran und im Iran aufgehalten. Aus der nahen Kenntnis kurdischen Alltags in der Heimat und im Exil ist ein Roman entstanden, der im besten Sinn der kulturellen Vermittlung dient. „Der Kelim“: ein Buch, das berührt.
Achtung, Achtung, sagt der Lautsprecher: Der ICE aus Frankfurt, „Johanna Spyri“, hat zirka eine Stunde Verspätung. Chiara wartet. Eigentlich sollte sie ja von ihrer grossen Cousine Julia am Bahnsteig abgeholt werden. Vielleicht steht Julia ja beim Bahnhof-Treffpunkt? Aber nein, niemand. Nur ein Junge mit einem Koffer ist Chiara gefolgt. Er ist auch allein. Was soll Chiara tun? Ich heisse Diamando, sagt ein kleines Männchen mit grossen Ohren, das plötzlich neben ihr steht. Es trägt einen Hut aus Filz und einen zusammengeklappten Regenschirm. Und es kennt den Bahnhof wie seine Westentasche. Kein Wunder, schliesslich hat Diamando schon hier gelebt, als der Bahnhof vor mehr als hundert Jahren gebaut wurde. Diamando zeigt Chiara und dem fremden Jungen, was man am Bahnhof alles erleben kann. Oder ist das alles nur geträumt?„. ein spannendes, informatives und zugleich fantastisches Bahnhofsabenteuer.“ ekz-Informationsdienst