Wenn die Uhrzeiger auf die Essensstunde vorrücken, schleichen über Mailands Piazza Buonarotti seltsame Greise. Einer trägt einen breitkrempigen Hut und grüßt huldvoll Bekannte, während ein anderer im frackähnlichen Anzug mit müdem Gesichtsausdruck umhergeht. Diese Gestalten gehören zur Casa di Riposo, einem von Giuseppe Verdi 1896 gegründeten Altersheim für Musiker, die nach einem Leben voller Entbehrungen dort leben. Verdi, bescheiden wie er war, sagte, sie hätten einfach „weniger Glück gehabt als ich“. Der Bildband versammelt erstmals zahlreiche Fotografien von Eric Bachmann und einen einfühlsamen Essay von Christian Kämmerling, die die melancholische Welt der Casa Verdi beleuchten. Dazu kommt ein Biografieteil, der die Geschichten der abgebildeten Musiker erzählt. Viele biografische Fakten sind kriegsbedingt verloren gegangen, sodass vor allem Imaginationen und Fragen nach dem eigenen Schicksal bleiben. Warum blieb der große Erfolg aus? Wo sind die Traumgagen geblieben? Trotz aller Fragen gibt es Glück im Unglück: Wer in die Casa di Riposo aufgenommen wird, muss sich um seinen Lebensabend keine Sorgen machen, denn Verdi hat dem Haus sein Vermögen vererbt, einschließlich der Urheberrechte an seinen Opern.
Eric Bachmann Libros




Muhammad Ali, Zürich, 26.12.1971
- 382 páginas
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Der Bildband zeigt den US-amerikanischen Boxer Muhammad Ali (Cassius Clay) während seiner Vorbereitungen und des Kampfes gegen Jürgen Blin am 26. Dezember 1971 in Zürich. Nach einer dreijährigen Sperre und dem Verlust des „Kampfs des Jahrhunderts“ gegen Joe Frazier im März 1971, kehrte Ali zurück, um sich später in Manila für die Niederlage zu revanchieren. Zu Weihnachten 1971 brachte der Zürcher Veranstalter Hans-Ruedi Jaggi den berühmten Boxer für einen Preiskampf nach Zürich. Jaggi hatte zuvor mit Jack Starck, einem Journalisten, um eine Flasche Ballantine’s gewettet, dass er Ali nach Zürich holen könnte, was ihm bereits mit Jimi Hendrix und den Rolling Stones gelungen war. Nach mehreren Reisen in die USA und durch die Hilfe seines Freundes Rock Brynner gelang es ihm schließlich, Alis Black-Muslim-Clan zu erreichen. Der Fotograf Eric Bachmann begleitete Ali während seines zehn Tage dauernden Aufenthalts, dokumentierte winterliche Waldläufe, Trainingseinheiten und den Kampf gegen Blin. Der Bildband präsentiert die Ereignisse in einer dynamischen Abfolge und zeigt mit eindrücklichen, humorvollen Aufnahmen den Kontrast zwischen dem beschaulichen Zürich der 1970er-Jahre und Alis entourage. Zudem enthält er faksimilierte Zeitungsausschnitte und Programmheftseiten vom Kampfabend.
Leutschenbach Karambuli
Perlen aus dem Archiv eines Fernsehfotografen
Eric Bachmann war über 30 Jahre lang (und ist immer noch) einer der offiziellen Fotografen von SF DRS. Leutschenbach Karambuli zeigt nicht eine historisch vollständige Bilddokumentation des Schweizer Fernsehens, sondern pointierte Einblicke in unser helvetisches Babylon: Kurt Felix steigt die Showtreppe herunter, roter Teleboy-Koffer, rotes Pochettli, Regina Kempf präsentiert die «Goldene Rose» von Montreux, die «Wer gwünnt?»-Kandidaten sitzen in ihren Plexiglaskugeln, Sepp Trütsch feiert «Fiirabig« mit Lolita Morena in der «Hochzeitsgondel». Leutschenbach Karambuli ist ein Bilderreigen der besonders prominenten Art: offizielle Porträts und Posen berühmter Quizmaster und schöner Moderatorinnen, unvergessliche Studiodekors aktueller und legendärer Sendungen, aber auch vielsagende Seitenblicke hinter die Kulissen der einen und einzigen helvetischen Traumfabrik. Mit einer Einführung von René Hildbrand und ausführlichen Legenden von Walter Bretscher.