Eine Archäologie der Umbruchszeit Der mit dem Ende der DDR und der deutschen Vereinigung verbundene gesellschaftliche Wandel im Osten hat viele Facetten und Gesichter. Er manifestiert sich im Umbau der politischen Verhältnisse, hat sich in Lebensgeschichten und Biografien eingeschrieben und wird als eine bis ins Heute nachwirkende Zäsur erzählt. Die zwölf fotografischen Serien von Holger Herschel aus unterschiedlichen Phasen des Umbruchs nach 1989/90 sind als eine Art visueller Archäologie zu verstehen. Im Dialog mit den Bildern entwickeln die Autorinnen und Autoren der Essays jeweils einen eigenen Blick auf die Transformationszeit. Sie führen uns an Schauplätze, die im Umbau begriffen sind, zeigen Menschen zwischen alten und neuen Gewissheiten und beleuchten Interieurs einer sich wandelnden materiellen Kultur. Diese Vielstimmigkeit kann dazu beitragen, die festgefahrenen Deutungen des zu oft als »Problemfall« missverstandenen Ostens aufzubrechen. Mit Texten von Peter Badel, Frank Bösch, Jürgen Danyel, Knut Elstermann, Thomas Flierl, Hanno Hochmuth, Elke Kimmel, Annette Leo, Anja Maier, Jens Schöne, Annette Schuhmann, Holger Teschke und Stefan Wolle
Jürgen Danyel Orden de los libros (cronológico)






Grenzgänger und Brückenbauer
- 251 páginas
- 9 horas de lectura
Der Kalte Krieg trennte nicht nur die politischen Systeme, sondern auch die Geschichtswissenschaft in Ost und West. Nationalistische Traditionen sowie die Erfahrung von Nationalsozialismus, Völkermord und Krieg standen einer Begegnung und dem Austausch beider Seiten lange Zeit im Weg. Doch in der Zeit bis 1989 gab es - trotz politischer Barrieren - auch zahlreiche Kontakte zwischen Historikerinnen und Historikern aus der Bundesrepublik und ihren Kolleginnen und Kollegen im Ostblock. In zehn Gesprächen werden in diesem Band die Forschungen und Erlebnisse einer Generation dokumentiert, die sich mit dem Eisernen Vorhang nicht abgefunden hat. Interviews mit Christoph Kleßmann, Dietrich Beyrau, Wlodzimierz Borodziej, Wolfgang Eichwede, Hans Henning Hahn, Jerzy Holzer, Miroslav Hroch, Michael G. Müller, Karl Schlögel, Anna Wolff-Poweska und Klaus Zernack
Die Schönhauser Allee, die Gleimstraße an der Mauer, das Centrum-Warenhaus, die Volksbühne, das Café Espresso im Lindencorso, die Industrie in Oberschöneweide - das war Ost-Berlin. Aber auch die Boheme in Prenzlauer Berg, die Kneipenszene und das Sport- und Erholungszentrum oder die Neubaugebiete in Marzahn gehörten zur Hauptstadt der DDR. Sie war das Machtzentrum der DDR und bot zugleich Raum für eigensinnige Lebensentwürfe. 30 Essays bieten Einblicke in das Leben der Stadt und seine Schauplätze. Die Texte erkunden soziale und kulturelle Milieus in der Stadt, die Arbeitswelt ebenso wie das Wohnen, die Orte städtischen Vergnügens oder subkulturelle Szenen. Nachgespürt wird auch dem Sound der Stadt, ihrem Straßenbild und ihrer offiziellen Selbstinszenierung. Der Band lädt ein, Erfahrungen aus Ost-Berlin mit Blick auf heutige Probleme der Metropole Berlin neu zu befragen. Mit Texten von Götz Aly, Jürgen Barz mit Lilli Berlin, Marion Brasch, Daniela Dahn, Jürgen Danyel, Stefanie Eisenhuth, Annett Gröschner, Ines Hahn, Albrecht Henkys, Hanno Hochmuth, Elke Kimmel, Axel Klausmeier, Jens Kraushaar, Annette Leo, Jörg Morré, Wolfram Neugebauer, Peter Pragal, Mark Reeder, Heike-Katrin Remus, Gerhard Sälter, Claudia Schön, Annette Schuhmann, Wolfgang Schumann, Hans-Michael Schulze, Juliane Schütterle, Lea Streisand, Regine Sylvester, Stefanie Thalheim, Krijn Thijs, Bernd Wagner und Stefan Wolle.
Das heutige Brandenburg umfasst die einstigen DDR-Bezirke Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus. Der historische Reiseführer gibt mehr als 25 Jahre nach der deutschen Vereinigung einen Überblick über markante Hinterlassenschaften aus dieser Zeit, wobei sowohl Orte der politischen Herrschaft als auch Stätten des Alltags, der Kultur und der Wirtschaft dargestellt werden. Die Autoren behandeln in kompakten Texten die Geschichte der jeweiligen Objekte und stellen deren heutige Nutzung vor. Mehr als 120 historische und aktuelle Abbildungen sowie zwei Übersichtskarten erleichtern das Auffinden der Reiseziele, an denen sich heute teilweise Museen oder Gedenkstätten befinden. Ein einzigartiger Reiseführer auf den Spuren der DDR-Geschichte.
Crossing 68/89
Grenzüberschreitungen und Schnittpunkte zwischen den Umbrüchen Prekracování hranic a prusecíky mezi prelomy
- 160 páginas
- 6 horas de lectura
Performing 68/89
- 158 páginas
- 6 horas de lectura
50 Klassiker der Zeitgeschichte
- 247 páginas
- 9 horas de lectura
Nach 1945 entwickelte sich die deutsche Zeitgeschichtsforschung vor allem durch die Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus. Später kam die Geschichte von Bundesrepublik und DDR als bedeutendes Forschungsfeld hinzu. Bis 1989 war die Forschung stark von der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz geprägt. Zentrale Werke wie Friedrich Meineckes „Die deutsche Katastrophe“ (1946), Fritz Fischers „Griff nach der Weltmacht“ (1961) und Joachim C. Fests „Hitler. Eine Biographie“ (1973) hatten nicht nur wissenschaftliche Relevanz, sondern lösten auch gesellschaftliche Debatten aus. Viele dieser Bücher sind bis heute häufig zitiert und ihre Titel sind zu Chiffren ihrer Epoche geworden. In diesem Band werden 50 Klassiker neu gelesen, sowohl als Dokumente ihrer Entstehungszeit als auch als Referenztexte mit Impulsen bis in die Gegenwart. Die chronologisch geordneten Werke reichen von Ernst Fraenkels „Der Doppelstaat“ (1941) bis zu den Begleitbänden der „Wehrmachtsausstellungen“ (1995/2002). Dieser Band richtet sich an alle, die sich für deutsche Geschichte und Historiographie im 20. Jahrhundert interessieren. Die Essays renommierter Historikerinnen und Historiker verdeutlichen die methodischen und thematischen Wandlungen der Forschung sowie die Veränderungen der Nachkriegsgesellschaft, an die die Werke adressiert waren. Zudem lädt das Buch dazu ein, die vorgestellten Bände erneut oder erst

