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Ida Kerkovius

    Ida Kerkovius - im Herzen der Farbe
    Ida Kerkovius
    "Sie ist ganz Kunst"
    • Zum 100. Bauhaus-Jubiläum 2019 widmet sich das Kunsthaus Apolda Avantgarde der außergewöhnlichen Künstlerin Ida Kerkovius (1879-1970), die von 1920 bis 1923 am Weimarer Bauhaus studierte. Vor ihrem Bauhaus-Besuch hatte sie bereits fünf Monate in der Künstlerkolonie Dachau bei Adolf Hölzel verbracht und anschließend an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert, wo sie 1911 seine Meisterschülerin und Assistentin wurde. In dieser Rolle unterrichtete sie unter anderem Johannes Itten, dessen Schülerin sie später am Bauhaus wurde. 1919 nahm sie an Hölzels "Mittwochabenden" teil, wo einige Bauhaus-Prinzipien vorweggenommen wurden. Am Bauhaus belegte sie den Grundkurs bei Itten und die neu gegründete Webereiklasse, in der sie sich intensiv mit Teppichweberei auseinandersetzte. Der Einfluss von Paul Klee und Wassily Kandinsky zwischen 1921 und 1923 half ihr, ihre gestalterischen Ideen zu verfeinern und ihre eigene Bildsprache zu entwickeln. Die Ausstellung im Kunsthaus Apolda zeigt etwa 70 Werke, darunter Aquarelle, Kohlezeichnungen, Pastelle und Ölgemälde aus den Jahren 1908 bis 1970, und bietet einen farbenfrohen Querschnitt durch ihr Schaffen. Alexej von Jawlensky bemerkte über sie: "Sie ist ganz Kunst." Ausstellung: Kunsthaus Apolda, Deutschland (13.01. - 31.03.2019).

      "Sie ist ganz Kunst"
    • Mit Ida Kerkovius (1879 – 1970) präsentiert das Städtische Museum Engen eine bedeutende Künstlerin der Klassischen Moderne, deren Werk noch auf breitere Anerkennung wartet. Als Schülerin von Adolf Hölzel an der Stuttgarter Akademie gehörte sie zur Avantgarde der deutschen Kunst und verbrachte die meiste Zeit ihres Lebens in Stuttgart. Ihre Reisen nach S. Angelo, in die Bretagne und nach Norwegen prägten ihre farbintensiven Reisepastelle, während sie die dunklen Zeiten des Nationalsozialismus und die Zerstörung ihres Ateliers im Zweiten Weltkrieg erlebte. Von 1920 bis 1923 besuchte sie das Bauhaus in Weimar, wo sie von Größen wie Johannes Itten, Wassily Kandinsky und Paul Klee lernte, und verließ es als autonome Künstlerin. Im Alter von über 90 Jahren starb sie in Stuttgart und war bereits zur Legende geworden. Kerkovius' emotionale Bildsprache berührt die Seele des Menschen und bezieht den Betrachter in die sinnliche Wahrnehmung ihrer Werke ein. Trotz ihres undogmatischen Kunstverständnisses wurde sie oft als "naive" Malerin wahrgenommen, was auf überholte Geschlechterklischees hinweist. Die Ausstellung thematisiert den Dialog ihrer Werke zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und zeigt assoziative Werkgruppen sowie charakteristische Sujets wie „Reisebilder“ und „Stillleben“. Ein Dokumentarfilm von 1966 gibt Einblicke in ihr Leben und ihre Kunst.

      Ida Kerkovius - im Herzen der Farbe