"An manchen kalten Tagen ist der Himmel königsblau, sind die Konturen so glasklar, daß jede Burgzinne, jeder Burggipfel wie gestochen wirkt. Die Blätter der Olivenbäume leuchten silbrig in der Sonne. Auch das ist der Gardasee: der Süden im Norden."
Auf den ersten Blick scheint Zweistein ein ganz gewöhnlicher Kater: Er döst viel, spaziert durch sein Revier, nimmt gnädig die Gunstbeweise seiner Besitzerin entgegen. Aber Zweistein ist in Wirklichkeit ein Kater mit ziemlich viel Verstand, ein Philosoph auf vier Beinen, eigensinnig und unabhängig, ein gewitzter Beobachter, der sich über dieses und jenes auf unserer Welt so seine Gedanken macht.
Literarische Reisebegleiter Eine Frau reist allein durch Sizilien: da stellen sich gleich mehrere Lokalpatrioten zur Verfügung, ihr das jeweils bevorzugte Gesicht der Insel zu zeigen. Die Insel des Lichts ist reich an Geschichten - ob es Griechen, Römer, Karthager, Normannen oder Araber waren, die um den Besitz der Insel stritten, sie alle hinterließen ihr architektonisches Erbe, das Sizilien an der einstigen Grenze zwischen Morgen- und Abendland so einmalig macht. Franziska Wolffheim besteigt den Ätna, durchstreift die Städte, Dörfer und Märkte, mal in Begleitung eines Priesters, mal bei der Königin der Marzipankekse. Ihre Begeisterung für Küste und Hinterland überträgt sich rasch auf den Leser, der mit diesem Buch ein anderes und eigenes Bild von Sizilien gewinnt: ein Bild voller Zuneigung und Verliebtheit, aber auch mit wachen Augen, die durchaus kritisch sehen, was heute aus der Insel geworden ist. Autorenporträt: Franziska Wolffheim, geboren 1962 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik. Seit 1994 Literaturredakteurin der 'Brigitte', in der sie auch Reise-Reportagen veröffentlicht. Bei Schöffling & Co. erschien ihr Reisebuch 'Gardasee. Wo der Süden beginnt' (2000).