Die jüdischen Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien 1848-1948
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Die Akademie der bildenden Künste Wien nahm zwischen 1848 und 1948 zahlreiche jüdische Studierende auf, deren genaue Zahl nun erstmals erfasst wurde: etwa 500. Viele dieser Künstler sind unbekannt, insbesondere Frauen, die erst ab 1920 ausgebildet wurden. Ab 1938 wurden jüdische Studierende ausgegrenzt, und viele mussten die Akademie ohne Abschluss verlassen. Jene, die vor dem Ersten Weltkrieg ihr Studium beendeten, wie Carl König und Wilhelm Stiassny, machten erfolgreiche Karrieren. Studierende, die während oder nach dem Krieg die Akademie abschlossen, wanderten oft nach Frankreich aus, um dort künstlerisch tätig zu sein, wurden jedoch ebenfalls in die Emigration oder den Tod getrieben. Die ab 1920 aufgenommenen Frauen, wie Marya Lilien und Susanne Bánki, erlitten ähnliche Schicksale von Flucht und Deportation. Die Akademie bildete vor allem Maler und Architekten aus, gefolgt von Bildhauern und Restauratoren. Über viele Studierende, die von der Akademie entfernt wurden oder aus anderen Gründen gingen, ist heute nichts mehr bekannt, und sie sind in Vergessenheit geraten. Der Zweite Weltkrieg hinterließ eine unersetzliche Lücke in Kunst und Wissenschaft und verursachte unermessliches Leid. Das Buch kann nicht alle erinnern, bietet jedoch Einblicke in vergangenes Lernen und die ausgelöschte künstlerische Existenz.

