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Tief in Bayern

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Man muss schon von weither kommen, um den eigentümlichsten deutschen Stamm zu erforschen. Einer gehässigen Definition zufolge ist ein Bayer ein Mensch, der innere Befriedigung dabei empfindet, wenn er Fremden den falschen Weg zum Hofbräuhaus zeigt. Die Methoden der modernen Kulturanthropologie erlauben es McCormack, sich den Eingeborenen differenzierter zu nähern. Er beschreibt ihr Dasein in seiner ganzen Vielfalt: das politische System genauso wie das Paarungsverhalten, die Esskultur, die vielfältigen Alltagsrituale und das Verhältnis zu den Nachbarstämmen. Seine Kenntnis des Brauchtums ist umfassend, und wenn ein Hauch von Exotik durch die Seiten seines Buches weht, so ist das nicht seine Schuld. Auch täuscht der Eindruck, der sich gelegentlich einstellt, dass er satirische Absichten verfolgt; er hält sich vielmehr an die Tatsachen. An ihnen erweist sich, dass die Bayern ein Volk sind, das sich dem High-Tech-Denken früh geöffnet hat und doch auf seine Weise Naturvolk geblieben ist.

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Tief in Bayern, R. W. B. McCormack

Idioma
Publicado en
2008
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(Tapa dura)
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3,9
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Título
Tief in Bayern
Idioma
Alemán
Editorial
Eichborn
Publicado en
2008
Formato
Tapa dura
Páginas
266
ISBN10
3821847646
ISBN13
9783821847641
Serie
Calificación
3,9 de 5
Descripción
Man muss schon von weither kommen, um den eigentümlichsten deutschen Stamm zu erforschen. Einer gehässigen Definition zufolge ist ein Bayer ein Mensch, der innere Befriedigung dabei empfindet, wenn er Fremden den falschen Weg zum Hofbräuhaus zeigt. Die Methoden der modernen Kulturanthropologie erlauben es McCormack, sich den Eingeborenen differenzierter zu nähern. Er beschreibt ihr Dasein in seiner ganzen Vielfalt: das politische System genauso wie das Paarungsverhalten, die Esskultur, die vielfältigen Alltagsrituale und das Verhältnis zu den Nachbarstämmen. Seine Kenntnis des Brauchtums ist umfassend, und wenn ein Hauch von Exotik durch die Seiten seines Buches weht, so ist das nicht seine Schuld. Auch täuscht der Eindruck, der sich gelegentlich einstellt, dass er satirische Absichten verfolgt; er hält sich vielmehr an die Tatsachen. An ihnen erweist sich, dass die Bayern ein Volk sind, das sich dem High-Tech-Denken früh geöffnet hat und doch auf seine Weise Naturvolk geblieben ist.