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Literarische Landschaften

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'Hätten meine Eltern mir erlaubt, den Schauplatz eines Buches, das ich las, selber aufzusuchen, so hätte das meiner Meinung nach einen unschätzbaren Fortschritt in der Eroberung der Wahrheit bedeutet.' Der sehnliche Wunsch des jungen Proust geht für den Leser des vorliegenden Buches in Erfüllung , mag es ihm als Begleiter auf literarischer Spurensuche oder auf Gedankenreisen dienen. Die hier vereinigten zehn Städtebilder verbinden sich zu einer literarischen Land- oder Himmelskarte, die freilich weniger für Literaturtouristen gedacht ist als für Endtdeckungsreisende. Es geht nicht um die Nachprüfung von Wirklichkeiten, die in poetische Werke eingegangen sind, sondern um die Veränderung unserer Wahrnehmung. Wir sehen Wien oder Prag mit anderen Augen, wenn wir Hofmannsthal oder Kafka gelesen haben, und wir lesen Goethes Suleikalieder anders, wenn wir den Heidelberger Schloßpark kennen, hören einen Satz wie 'Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg' anders, wenn wir - mit Büchners 'Lenz' - durch die Vogesen gewandert sind. 'Dichters Lande' und 'Land der Dichtung' durchdringen sich in der Schilderung dieser literarischen Landschaften.

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Literarische Landschaften, Albert von Schirnding

Idioma
Publicado en
1998
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(Tapa blanda),
Estado del libro
Muy Bueno
Precio
1,99 €

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Título
Literarische Landschaften
Idioma
Alemán
Editorial
Insel-Verl.
Publicado en
1998
Formato
Tapa blanda
Páginas
134
ISBN10
3458338829
ISBN13
9783458338826
Serie
Descripción
'Hätten meine Eltern mir erlaubt, den Schauplatz eines Buches, das ich las, selber aufzusuchen, so hätte das meiner Meinung nach einen unschätzbaren Fortschritt in der Eroberung der Wahrheit bedeutet.' Der sehnliche Wunsch des jungen Proust geht für den Leser des vorliegenden Buches in Erfüllung , mag es ihm als Begleiter auf literarischer Spurensuche oder auf Gedankenreisen dienen. Die hier vereinigten zehn Städtebilder verbinden sich zu einer literarischen Land- oder Himmelskarte, die freilich weniger für Literaturtouristen gedacht ist als für Endtdeckungsreisende. Es geht nicht um die Nachprüfung von Wirklichkeiten, die in poetische Werke eingegangen sind, sondern um die Veränderung unserer Wahrnehmung. Wir sehen Wien oder Prag mit anderen Augen, wenn wir Hofmannsthal oder Kafka gelesen haben, und wir lesen Goethes Suleikalieder anders, wenn wir den Heidelberger Schloßpark kennen, hören einen Satz wie 'Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg' anders, wenn wir - mit Büchners 'Lenz' - durch die Vogesen gewandert sind. 'Dichters Lande' und 'Land der Dichtung' durchdringen sich in der Schilderung dieser literarischen Landschaften.