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Dichtung zwischen Großstadt und Großhirn

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  • 118 páginas
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Durs Grünbein hat die deutsche Lyrik der letzten zehn Jahre maßgeblich geprägt. Die vorliegenden Gedichte werden auf ihre Substanz hin untersucht, wobei die Kontinuitäten und Dialektik seiner Lyrik im Fokus stehen. Dabei wird das filigrane Werk der Dichtung betrachtet: Welche Manöver vollzieht die Poesie, welche Sprache trägt sie, und welche Dimensionen hat das lyrische Sprechen? Der Titel „Zwischen Großstadt und Großhirn“ reflektiert zwei zentrale Aspekte der Gedichte. Der urbane Raum fungiert als Bezugssystem für einen literarischen Flaneur, der seinen Halt verloren hat. In anti-utopischen Raumerkundungen zeigt sich die Verstörung der Sinne im Flirren der urbanen Entropie. Die Großstadt wird zum Hintergrund für die Beobachtung von Deprivation, während Grünbein den Druck der Realität auf das Mentale thematisiert. Das Innenleben wird zur Verdopplung der Ernüchterung. „Was du bist steht am Rand/anatomischer Tafeln“, beschreibt er eine zweite Heimatlosigkeit neben der verlorenen Stadt. Das Ich erhält keinen Rückhalt durch eine Seele, und das Gehirn wird zu einem weiteren urbanen Territorium. Diese Untersuchung bietet eine umfassende Darstellung von Grünbeins Lyrik, ergänzt durch nahezu alle Äußerungen über den Dichter, um deren Kerngedanken für Interessierte und Wissenschaftler zugänglich zu machen. Biografische und äußere Umstände werden berücksichtigt, um die Einzelgedichte und Zyklen hinsichtlich ihrer distinktiven Merkmale z

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Dichtung zwischen Großstadt und Großhirn, Ron Winkler

Idioma
Publicado en
2000
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Título
Dichtung zwischen Großstadt und Großhirn
Idioma
Alemán
Editorial
Kovač
Publicado en
2000
Páginas
118
ISBN10
3830002114
ISBN13
9783830002116
Serie
Descripción
Durs Grünbein hat die deutsche Lyrik der letzten zehn Jahre maßgeblich geprägt. Die vorliegenden Gedichte werden auf ihre Substanz hin untersucht, wobei die Kontinuitäten und Dialektik seiner Lyrik im Fokus stehen. Dabei wird das filigrane Werk der Dichtung betrachtet: Welche Manöver vollzieht die Poesie, welche Sprache trägt sie, und welche Dimensionen hat das lyrische Sprechen? Der Titel „Zwischen Großstadt und Großhirn“ reflektiert zwei zentrale Aspekte der Gedichte. Der urbane Raum fungiert als Bezugssystem für einen literarischen Flaneur, der seinen Halt verloren hat. In anti-utopischen Raumerkundungen zeigt sich die Verstörung der Sinne im Flirren der urbanen Entropie. Die Großstadt wird zum Hintergrund für die Beobachtung von Deprivation, während Grünbein den Druck der Realität auf das Mentale thematisiert. Das Innenleben wird zur Verdopplung der Ernüchterung. „Was du bist steht am Rand/anatomischer Tafeln“, beschreibt er eine zweite Heimatlosigkeit neben der verlorenen Stadt. Das Ich erhält keinen Rückhalt durch eine Seele, und das Gehirn wird zu einem weiteren urbanen Territorium. Diese Untersuchung bietet eine umfassende Darstellung von Grünbeins Lyrik, ergänzt durch nahezu alle Äußerungen über den Dichter, um deren Kerngedanken für Interessierte und Wissenschaftler zugänglich zu machen. Biografische und äußere Umstände werden berücksichtigt, um die Einzelgedichte und Zyklen hinsichtlich ihrer distinktiven Merkmale z