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Kreativität und Geschlecht

Giorgio Vasaris "Vite" und Sofonisba Anguissolas Selbst-Bilder

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  • 284 páginas
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Die Autorin liefert mit dem Buch einen kritischen Beitrag zu grundlegenden kunsthistorischen Arbeitsweisen und wirft aktuelle Fragen nach der Konstruktion von Identität, nach Selbst- und Fremdwahrnehmung und nach der Bedeutung der Geschlechterdifferenz in der Disziplin Kunstgeschichte auf. Die Künstlerinnenbiographien in den „Vite“ gestatteten Vasari, eine Differenz zwischen Frau-Natur-Reproduktivität und Mann-Kunst-Kreativität zu konstruieren, die er dann als Ordnungskategorie verwendete. Dabei konnotierte er „malerische“ Künstler als „weiblich“ während ihm „zeichnerisch“ arbeitende Künstler als besonders „männlich“ galten. Als „Gründungstext“ der Disziplin Kunstgeschichte sind die Künstlerviten Vasaris somit bis heute aktuell geblieben - noch immer abzulesen am Ausschluß von Künstlerinnen aus dem allgemeinen Kanon der Kunstgeschichte. Vor diesem Hintergrund positioniert die Autorin die Selbstporträts Anguissolas in den Diskursen um Bildnisse und ihre Wahrnehmung, um weibliche Schönheit und Kunsttheorie. Über eine rein biographisch orientierte oder kunstimmanente Untersuchung hinaus werden die Selbstbildnisse der Künstlerin als Spiegel der Umstände gelesen, unter denen sie arbeitete und die im 16. Jahrhundert die literarischen und bildlichen Darstellungen von Frauen prägten. Anguissolas Bilder beziehen hier ihre eigene Stellung.

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Kreativität und Geschlecht, Maike Christadler

Idioma
Publicado en
2000
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Título
Kreativität und Geschlecht
Subtítulo
Giorgio Vasaris "Vite" und Sofonisba Anguissolas Selbst-Bilder
Idioma
Alemán
Editorial
Reimer
Publicado en
2000
Páginas
284
ISBN10
3496012218
ISBN13
9783496012214
Serie
Descripción
Die Autorin liefert mit dem Buch einen kritischen Beitrag zu grundlegenden kunsthistorischen Arbeitsweisen und wirft aktuelle Fragen nach der Konstruktion von Identität, nach Selbst- und Fremdwahrnehmung und nach der Bedeutung der Geschlechterdifferenz in der Disziplin Kunstgeschichte auf. Die Künstlerinnenbiographien in den „Vite“ gestatteten Vasari, eine Differenz zwischen Frau-Natur-Reproduktivität und Mann-Kunst-Kreativität zu konstruieren, die er dann als Ordnungskategorie verwendete. Dabei konnotierte er „malerische“ Künstler als „weiblich“ während ihm „zeichnerisch“ arbeitende Künstler als besonders „männlich“ galten. Als „Gründungstext“ der Disziplin Kunstgeschichte sind die Künstlerviten Vasaris somit bis heute aktuell geblieben - noch immer abzulesen am Ausschluß von Künstlerinnen aus dem allgemeinen Kanon der Kunstgeschichte. Vor diesem Hintergrund positioniert die Autorin die Selbstporträts Anguissolas in den Diskursen um Bildnisse und ihre Wahrnehmung, um weibliche Schönheit und Kunsttheorie. Über eine rein biographisch orientierte oder kunstimmanente Untersuchung hinaus werden die Selbstbildnisse der Künstlerin als Spiegel der Umstände gelesen, unter denen sie arbeitete und die im 16. Jahrhundert die literarischen und bildlichen Darstellungen von Frauen prägten. Anguissolas Bilder beziehen hier ihre eigene Stellung.