
Parámetros
Más información sobre el libro
In den USA und Großbritannien übersteigt das Volumen der Pensionsfonds längst das Sozialprodukt und wird durch Börsenkapitalisierung und Sozialstaatsprivatisierung zu einer zentralen ökonomischen Instanz. Unternehmen stehen unter erhöhtem Druck zur Wertschöpfung, während das unternehmerische Risiko zunehmend auf die Beschäftigten verlagert wird. Der Hauptanteil des Mehrwerts wird vom Aktionär beansprucht, was die Lohnentwicklung negativ beeinflusst. Zudem führt die Verknüpfung der deregulierten Aktienmärkte mit Sammelanlagegeldern dazu, dass die Instabilität der Finanzmärkte in die Realökonomie eindringt. Frédéric Lordon kritisiert die Vorstellung der Shareholder-Gesellschaft als neue 'Agora', in der Aktionäre als Citoyens agieren, auch wenn diese Sichtweise von linken Vertretern unterstützt wird. Obwohl Kollektivsparen in Aktien formal das Eigentum an Kapital für Beschäftigte schafft, bleibt die reale Kontrolle über die Fondsverwaltung und die Macht auf den Finanzmärkten unzureichend. Lohnarbeiter-Aktionäre sind faktisch benachteiligt, und die Umwandlung von Gehalt in Aktienanteile ist nur in Wachstumsphasen vorteilhaft. Lordon plädiert für eine Rückkehr zu einem Projekt der Demokratisierung der Wirtschaft, in dem das Finanzsystem nicht mehr die Grundlage politischer Überlegungen bildet.
Compra de libros
"Aktionärsdemokratie" als soziale Utopie?, Frédéric Lordon
- Idioma
- Publicado en
- 2003
Métodos de pago
Nadie lo ha calificado todavía.