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Performativität und Medialität

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Sibylle Krämer untersucht das Verhältnis zwischen ›Performativität‹ und ›Medialität‹ in systematischer wie in historischer Absicht. Gelenkstelle des Zusammenhangs beider Konzepte bildet die ›Aisthesis‹, verstanden als das Spannungsverhältnis zwischen einem Ereignis und seiner Wahrnehmung. Im Lichte dieser Orientierung nimmt die Idee des Performativen ebenso wie die Idee des Medialen neue Züge an: ›Performativität‹ wird zu einer Dimension aller kultureller Praktiken, in denen das, was ein Akteur hervorbringt von Betrachtern auf eine Weise rezipiert wird, welche die semiotischen Eigenschaften dieses Vollzugs gerade überschreitet. ›Medialität‹ wiederum verweist darauf, dass Medien wahrnehmbar machen, nicht einfach durch Symbolisierung, vielmehr durch ›Somatisierung‹, indem sie also verkörpern. Was dies bedeutet, wird in den unterschiedlichen Kontexten von Darstellungsmedien (Raum, Bild, Theater‚ Film), von Wissensmedien (Schrift, Experiment), von Kommunikationsmedien (Text, Stimme, Computer) und von Medien der Kunst (Oper, Multimediale Installationen, Netzkunst) erörtert. Im Schnittpunkt dieser Studien zeichnet sich eine Auffassung von ›Kultur‹ ab, welche diese nicht länger auf die Logik symbolischer Formen, sondern auf das Wechselverhältnis von Entkörperungs- und Verkörperungspraktiken zurückführt.

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Performativität und Medialität, Sybille Krämer

Idioma
Publicado en
2004
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(Tapa blanda)
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Título
Performativität und Medialität
Idioma
Alemán
Editorial
Fink
Publicado en
2004
Formato
Tapa blanda
ISBN10
3770540506
ISBN13
9783770540501
Serie
Descripción
Sibylle Krämer untersucht das Verhältnis zwischen ›Performativität‹ und ›Medialität‹ in systematischer wie in historischer Absicht. Gelenkstelle des Zusammenhangs beider Konzepte bildet die ›Aisthesis‹, verstanden als das Spannungsverhältnis zwischen einem Ereignis und seiner Wahrnehmung. Im Lichte dieser Orientierung nimmt die Idee des Performativen ebenso wie die Idee des Medialen neue Züge an: ›Performativität‹ wird zu einer Dimension aller kultureller Praktiken, in denen das, was ein Akteur hervorbringt von Betrachtern auf eine Weise rezipiert wird, welche die semiotischen Eigenschaften dieses Vollzugs gerade überschreitet. ›Medialität‹ wiederum verweist darauf, dass Medien wahrnehmbar machen, nicht einfach durch Symbolisierung, vielmehr durch ›Somatisierung‹, indem sie also verkörpern. Was dies bedeutet, wird in den unterschiedlichen Kontexten von Darstellungsmedien (Raum, Bild, Theater‚ Film), von Wissensmedien (Schrift, Experiment), von Kommunikationsmedien (Text, Stimme, Computer) und von Medien der Kunst (Oper, Multimediale Installationen, Netzkunst) erörtert. Im Schnittpunkt dieser Studien zeichnet sich eine Auffassung von ›Kultur‹ ab, welche diese nicht länger auf die Logik symbolischer Formen, sondern auf das Wechselverhältnis von Entkörperungs- und Verkörperungspraktiken zurückführt.