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Die Sinalco Epoche

Essen, Trinken, Konsumieren nach 1945

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  • 308 páginas
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„Böse Zungen behaupten, manche Frau würde eher den Ehemann entbehren wollen als den geliebten Kühlschrank. So sehr hat sie sich an ihn gewöhnt.“ Erbsensuppe, Hawaii-Schnitzel, Tiramisu und Vollkornkekse - so könnte ein Menü mit zeittypischen Speisen der Nachkriegsjahrzehnte aussehen. Erbsen symbolisieren den kargen Speisezettel der durch Hunger, Mangelwirtschaft, Hilfslieferungen, Hamster- und Schwarzmarktwesen geprägten ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Hawaii-Schnitzel steht für den erfolgreichen Wiederaufbau und den bescheidenen Wohlstand der 1950er und 1960er Jahre, der vereinzelte exotische Zutaten wie Ananas und einen regelmäßigeren Fleischkonsum ermöglichte. Ab den 1970er Jahren ist die tägliche Ernährung durch eine zunehmende Vielfalt und Internationalisierung gekennzeichnet - Spezialitäten verschiedener Länderküchen entwickelten sich zu Modespeisen. Die 1980er Jahre brachten insofern eine Neuorientierung, als nun nicht mehr Masse und Üppigkeit des Essens im Vordergrund standen, sondern verstärkt Aspekte der Gesundheit, Fitness und Schönheit Gewicht erhielten. Parallel zu den Essgewohnheiten veränderte sich auch das Einkaufsverhalten in augenfälliger Weise: der Greißler am Eck wurde durch Selbstbedienungsläden mit umfangreichem Angebot abgelöst, und beim Konsumieren ging es zunehmend auch um die Erlebnisqualitäten des Einkaufens.

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Die Sinalco Epoche, Susanne Breuss

Idioma
Publicado en
2005
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(Tapa blanda)
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Título
Die Sinalco Epoche
Subtítulo
Essen, Trinken, Konsumieren nach 1945
Idioma
Alemán
Editorial
Czernin
Publicado en
2005
Formato
Tapa blanda
Páginas
308
ISBN10
3707600777
ISBN13
9783707600773
Serie
Descripción
„Böse Zungen behaupten, manche Frau würde eher den Ehemann entbehren wollen als den geliebten Kühlschrank. So sehr hat sie sich an ihn gewöhnt.“ Erbsensuppe, Hawaii-Schnitzel, Tiramisu und Vollkornkekse - so könnte ein Menü mit zeittypischen Speisen der Nachkriegsjahrzehnte aussehen. Erbsen symbolisieren den kargen Speisezettel der durch Hunger, Mangelwirtschaft, Hilfslieferungen, Hamster- und Schwarzmarktwesen geprägten ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Hawaii-Schnitzel steht für den erfolgreichen Wiederaufbau und den bescheidenen Wohlstand der 1950er und 1960er Jahre, der vereinzelte exotische Zutaten wie Ananas und einen regelmäßigeren Fleischkonsum ermöglichte. Ab den 1970er Jahren ist die tägliche Ernährung durch eine zunehmende Vielfalt und Internationalisierung gekennzeichnet - Spezialitäten verschiedener Länderküchen entwickelten sich zu Modespeisen. Die 1980er Jahre brachten insofern eine Neuorientierung, als nun nicht mehr Masse und Üppigkeit des Essens im Vordergrund standen, sondern verstärkt Aspekte der Gesundheit, Fitness und Schönheit Gewicht erhielten. Parallel zu den Essgewohnheiten veränderte sich auch das Einkaufsverhalten in augenfälliger Weise: der Greißler am Eck wurde durch Selbstbedienungsläden mit umfangreichem Angebot abgelöst, und beim Konsumieren ging es zunehmend auch um die Erlebnisqualitäten des Einkaufens.