Bookbot

Nachkriegskindheit in Dresden

Parámetros

  • 170 páginas
  • 6 horas de lectura

Más información sobre el libro

Eines schönen Frühsommertages in diesem denkwürdigen Jahr strömte eine gewaltige Menschenmenge brüllend und hier und da ein Transparent zeigend, durch die enge Gasanstaltstraße. „Spitzbart, Bauch und Brille sind nicht des Volkes Wille!“ tönte es herüber. Einige Leute stürmten in die „Gasmesserwerkstatt“ und warfen unter Gejohle Stalinbüsten in den Fabrikhof. „Das ist ja ein richtiger Aufstand.!, dachte ich. Die Masse schwenkte nun in die Winterbergstraße ein und bewegte sich in Richtung Innenstadt. Dort, wo die Liebstädter Straße kreuzt, versuchte ein Bonze mit seinem Opel P4 nach der Bodenbacher Straße hin die Marschkolonne zu queren. Zornige Arbeiter aus dem Demonstrationszug stoppten den Kleinwagen und beschimpften den verängstigten Mann, der in der Eilee vergessen hatte, sein SED-Parteiabzeichen, im Volksmund “Bonbon" genannt, abzuklemmen.

Compra de libros

Nachkriegskindheit in Dresden, Klaus Müller

Idioma
Publicado en
2005
product-detail.submit-box.info.binding
(Tapa blanda)
Te avisaremos por correo electrónico en cuanto lo localicemos.

Métodos de pago

Nadie lo ha calificado todavía.Añadir reseña

Título
Nachkriegskindheit in Dresden
Idioma
Alemán
Editorial
Hille
Publicado en
2005
Formato
Tapa blanda
Páginas
170
ISBN10
3932858891
ISBN13
9783932858895
Serie
Descripción
Eines schönen Frühsommertages in diesem denkwürdigen Jahr strömte eine gewaltige Menschenmenge brüllend und hier und da ein Transparent zeigend, durch die enge Gasanstaltstraße. „Spitzbart, Bauch und Brille sind nicht des Volkes Wille!“ tönte es herüber. Einige Leute stürmten in die „Gasmesserwerkstatt“ und warfen unter Gejohle Stalinbüsten in den Fabrikhof. „Das ist ja ein richtiger Aufstand.!, dachte ich. Die Masse schwenkte nun in die Winterbergstraße ein und bewegte sich in Richtung Innenstadt. Dort, wo die Liebstädter Straße kreuzt, versuchte ein Bonze mit seinem Opel P4 nach der Bodenbacher Straße hin die Marschkolonne zu queren. Zornige Arbeiter aus dem Demonstrationszug stoppten den Kleinwagen und beschimpften den verängstigten Mann, der in der Eilee vergessen hatte, sein SED-Parteiabzeichen, im Volksmund “Bonbon" genannt, abzuklemmen.