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Gefangen unter Hitler

Justizterror und Strafvollzug im NS-Staat

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Über nationalsozialistische Konzentrationslager wurde viel geschrieben, doch die Gefängnisse des Hitler-Staats blieben bisher unbeachtet. Nikolaus Wachsmann bietet eine fundierte und beklemmende Gesamtdarstellung der Rolle des Strafvollzugs im NS-Herrschaftssystem. Damit verleiht er einer bisher vernachlässigten Gruppe von Opfern des Nationalsozialismus Gesicht und Stimme. Zwischen 1933 und 1942 waren in den Gefängnissen der Nationalsozialisten deutlich mehr Menschen inhaftiert als in den Konzentrationslagern. Wer das Terrorsystem des „Dritten Reichs“ verstehen will, muss diesen Aspekt der nationalsozialistischen Verfolgung und Gewaltmaßnahmen betrachten. Wachsmann schließt diese Forschungslücke mit seiner vielfach ausgezeichneten Darstellung, die auf zahlreichen, bisher unbeachteten Quellen basiert. Er untersucht die verworrene Verwaltung unter der Nazidiktatur und hinterfragt, wer die angeblichen Straftäter waren, die in Hitlers Gefängnissen saßen. Eine seiner Thesen besagt, dass die Justiz eine zentrale Rolle bei der Kriminalisierung politisch Andersdenkender spielte. Zudem räumt er mit hartnäckigen Fehlurteilen auf, etwa der Vorstellung, dass in den Nazigefängnissen Recht und Ordnung geherrscht hätten. Diese umfassende Darstellung zu den Gefängnissen im NS-Staat schließt eine der letzten Lücken in der Erforschung des Nationalsozialismus.

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Gefangen unter Hitler, Nikolaus Wachsmann

Idioma
Publicado en
2006
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(Tapa dura)
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Título
Gefangen unter Hitler
Subtítulo
Justizterror und Strafvollzug im NS-Staat
Idioma
Alemán
Editorial
Siedler
Publicado en
2006
Formato
Tapa dura
ISBN10
3886808289
ISBN13
9783886808281
Serie
Título original
Hitler's prisons
Calificación
4,5 de 5
Descripción
Über nationalsozialistische Konzentrationslager wurde viel geschrieben, doch die Gefängnisse des Hitler-Staats blieben bisher unbeachtet. Nikolaus Wachsmann bietet eine fundierte und beklemmende Gesamtdarstellung der Rolle des Strafvollzugs im NS-Herrschaftssystem. Damit verleiht er einer bisher vernachlässigten Gruppe von Opfern des Nationalsozialismus Gesicht und Stimme. Zwischen 1933 und 1942 waren in den Gefängnissen der Nationalsozialisten deutlich mehr Menschen inhaftiert als in den Konzentrationslagern. Wer das Terrorsystem des „Dritten Reichs“ verstehen will, muss diesen Aspekt der nationalsozialistischen Verfolgung und Gewaltmaßnahmen betrachten. Wachsmann schließt diese Forschungslücke mit seiner vielfach ausgezeichneten Darstellung, die auf zahlreichen, bisher unbeachteten Quellen basiert. Er untersucht die verworrene Verwaltung unter der Nazidiktatur und hinterfragt, wer die angeblichen Straftäter waren, die in Hitlers Gefängnissen saßen. Eine seiner Thesen besagt, dass die Justiz eine zentrale Rolle bei der Kriminalisierung politisch Andersdenkender spielte. Zudem räumt er mit hartnäckigen Fehlurteilen auf, etwa der Vorstellung, dass in den Nazigefängnissen Recht und Ordnung geherrscht hätten. Diese umfassende Darstellung zu den Gefängnissen im NS-Staat schließt eine der letzten Lücken in der Erforschung des Nationalsozialismus.