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Streiflichter 1956 - 65

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Kosten, Nutzen und Schuldenkrise – das sind die bestimmenden Größen, wenn heute von Europa die Rede ist. Mit seinen fünf Streiflichtern über den Kontinent erinnert Alvermann an den Reichtum und die Vielfalt europäischer Kultur und Geschichte. Die erste seiner fotografischen Kurzgeschichten führt nach Warschau. Im Oktober 1956 hatte sich Alvermann dorthin begeben, um von einer ruhelosen Stadt zu erzählen, wo auch im Schlagschatten sowjetischer Panzer noch das sanfte Rauschen der Weichsel zu hören war. Für die zweite Erzählung schummelt er seine Kamera 1962 nach Tirana ins abgeschottete stalinistische Albanien. In seiner Neapel-Geschichte trifft Alvermann einen Mafia-Boss und entwischt den Carabinieri nur knapp, als er die nächtliche Räumung eines Hafenviertels fotografisch dokumentieren will. Wie ein Märchen aus uralten Zeiten erzählen seine Bilder der spanischen Halbinsel Peñiscola von kleinen Bergdörfern und Fischerhafen ohne Hotelhochburgen und Beton. Und auch seine Shortstory vom Sheffield der 1960er Jahre erinnert an eine ruhmvolle Vergangenheit, als in der Stahlschmiede der Arbeiterstolz noch nicht vom Dienstleistungsgedanken vertrieben worden war. So unterschiedlich erzählt sich Geschichte, so unmittelbar erklären sich die politischen Wurzeln Europas im Bild.

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Streiflichter 1956 - 65, Dirk Alvermann

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Publicado en
2012
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(Tapa blanda)
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Título
Streiflichter 1956 - 65
Idioma
Alemán
Editorial
Steidl
Publicado en
2012
Formato
Tapa blanda
ISBN10
3869304502
ISBN13
9783869304502
Serie
Descripción
Kosten, Nutzen und Schuldenkrise – das sind die bestimmenden Größen, wenn heute von Europa die Rede ist. Mit seinen fünf Streiflichtern über den Kontinent erinnert Alvermann an den Reichtum und die Vielfalt europäischer Kultur und Geschichte. Die erste seiner fotografischen Kurzgeschichten führt nach Warschau. Im Oktober 1956 hatte sich Alvermann dorthin begeben, um von einer ruhelosen Stadt zu erzählen, wo auch im Schlagschatten sowjetischer Panzer noch das sanfte Rauschen der Weichsel zu hören war. Für die zweite Erzählung schummelt er seine Kamera 1962 nach Tirana ins abgeschottete stalinistische Albanien. In seiner Neapel-Geschichte trifft Alvermann einen Mafia-Boss und entwischt den Carabinieri nur knapp, als er die nächtliche Räumung eines Hafenviertels fotografisch dokumentieren will. Wie ein Märchen aus uralten Zeiten erzählen seine Bilder der spanischen Halbinsel Peñiscola von kleinen Bergdörfern und Fischerhafen ohne Hotelhochburgen und Beton. Und auch seine Shortstory vom Sheffield der 1960er Jahre erinnert an eine ruhmvolle Vergangenheit, als in der Stahlschmiede der Arbeiterstolz noch nicht vom Dienstleistungsgedanken vertrieben worden war. So unterschiedlich erzählt sich Geschichte, so unmittelbar erklären sich die politischen Wurzeln Europas im Bild.