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Hundert Jahre deutsche Westernmythen

Von Armand bis Astor: „Alles authentisch“

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Rainer Eisfeld, Professor für Politikwissenschaft, beleuchtet in seiner Arbeit den „deutschen“ Wilden Westen, in dem Deutsche als Zivilisationsbringer eine zentrale Rolle spielten. Beginnend mit Friedrich Armand Strubberg über Karl Mays „Shatterhand“ bis hin zu „Billy Jenkins“ zeigt er, wie eine Auswanderungswelle aus den deutschen Fürstenstaaten ins freie Texas im 19. Jahrhundert durch Hoffmann von Fallersleben angeheizt wurde. Das Buch kontrastiert die Ansprüche auf historische Wahrheit im deutschen Westernroman mit den Realitäten der amerikanischen Siedlungsgrenze und zeigt, dass Karl May stärker von Strubberg beeinflusst wurde, als bisher angenommen. Eisfeld erklärt, wie der Zirkusgründer Hans Stosch-Sarrasani die Figur „Billy Jenkins“ erfand und beleuchtet, warum die Jenkins-Reihe während des NS-Regimes erscheinen konnte. Zudem wird die Einführung der Figur des „G-Man“ in deutsche Western lange vor den Jerry-Cotton-Krimis thematisiert. Abschließend wird die Legende von der „neuen Authentizität“ der Westernromane G. F. Ungers und H. J. Stammels widerlegt.

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Hundert Jahre deutsche Westernmythen, Rainer Eisfeld

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2019
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