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Hinter dem Wendekreis

Erzählung vom Abschied aus Europa

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  • 384 páginas
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Freiheit, Individualismus, Tatendrang und Pioniermut prägen die Themen von Andrzej Bobkowski (1913–1961), dessen Werke als klandestine Hauptwerke der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts gelten. Die gesammelten Texte des Schriftstellers, Individualisten und Fahrradenthusiasten zeigen in Erzählungen und Reiseberichten aus den 1940er Jahren den langsamen Abschied eines Emigranten von Europa. Bobkowski erlebte den Zweiten Weltkrieg in Frankreich und fand sich in der Nachkriegsrealität des Kalten Krieges nicht zurecht. In Paris arbeitet er in einer Fahrradwerkstatt und reist ins Baskenland, nach Lourdes und entlang der Côte d’Azur, bevor er mit seiner Frau über den Atlantik nach Südamerika aufbricht, mit Guatemala als unbekanntem Ziel. Dort wird er in einer Spielzeugfabrik arbeiten, sich autodidaktisch dem Bau von Modellflugzeugen widmen und ein Geschäft mit Aeromodellen eröffnen. Seine Texte zeichnen sich durch Unmittelbarkeit des Erlebens und hohe Aufmerksamkeit für Alltagsszenen aus, die den Geisteszustand des „alten“ Europas widerspiegeln. Seine ungezwungene Gelehrsamkeit und der Blick eines Reisejournalisten erinnern an einen um zwanzig Jahre verspäteten Joseph Roth. Das Gefühl der Unbehaustheit verbindet ihn mit Emigranten und Flüchtenden aller Zeiten, an die sich seine Sätze richten. Bei Bobkowski wird der Auswanderer zum Reisenden, der der Verheißung hinterherfährt.

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Hinter dem Wendekreis, Andrzej Bobkowski

Idioma
Publicado en
2023
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(Tapa dura)
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4,5
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Título
Hinter dem Wendekreis
Subtítulo
Erzählung vom Abschied aus Europa
Idioma
Alemán
Publicado en
2023
Formato
Tapa dura
Páginas
384
ISBN10
3847704583
ISBN13
9783847704584
Serie
Calificación
4,5 de 5
Descripción
Freiheit, Individualismus, Tatendrang und Pioniermut prägen die Themen von Andrzej Bobkowski (1913–1961), dessen Werke als klandestine Hauptwerke der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts gelten. Die gesammelten Texte des Schriftstellers, Individualisten und Fahrradenthusiasten zeigen in Erzählungen und Reiseberichten aus den 1940er Jahren den langsamen Abschied eines Emigranten von Europa. Bobkowski erlebte den Zweiten Weltkrieg in Frankreich und fand sich in der Nachkriegsrealität des Kalten Krieges nicht zurecht. In Paris arbeitet er in einer Fahrradwerkstatt und reist ins Baskenland, nach Lourdes und entlang der Côte d’Azur, bevor er mit seiner Frau über den Atlantik nach Südamerika aufbricht, mit Guatemala als unbekanntem Ziel. Dort wird er in einer Spielzeugfabrik arbeiten, sich autodidaktisch dem Bau von Modellflugzeugen widmen und ein Geschäft mit Aeromodellen eröffnen. Seine Texte zeichnen sich durch Unmittelbarkeit des Erlebens und hohe Aufmerksamkeit für Alltagsszenen aus, die den Geisteszustand des „alten“ Europas widerspiegeln. Seine ungezwungene Gelehrsamkeit und der Blick eines Reisejournalisten erinnern an einen um zwanzig Jahre verspäteten Joseph Roth. Das Gefühl der Unbehaustheit verbindet ihn mit Emigranten und Flüchtenden aller Zeiten, an die sich seine Sätze richten. Bei Bobkowski wird der Auswanderer zum Reisenden, der der Verheißung hinterherfährt.