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Der Ritterorden von Santiago spielte eine zentrale Rolle in der Reconquista des 12. und 13. Jahrhunderts. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich der Orden zu einer päpstlich anerkannten Institution und gewann die Unterstützung der iberischen Herrscher. Ihre Selbstinszenierung basierte stark auf Kreuzzugspropaganda, während sie nur selten auf die Rhetorik monastischer Orden zurückgriffen. Die externe Wahrnehmung sowie ihr eigener religiöser und militärischer Anspruch führten zu einem Selbstverständnis als „ständige Kreuzfahrer“. Diese Identität ermöglichte es den Santiagorittern, gegen Glaubensfeinde zu kämpfen, was für die Gruppenidentität der privilegierten Laiengemeinschaft von großer Bedeutung war. Ihr militärisches Können befähigte sie zu erfolgreichen militärischen Aktionen. Im Laufe der Zeit etablierte der Orden ein hocheffizientes Organisationssystem, das auf adelige Mitglieder und ein kriegführendes Milieu ausgerichtet war. Anhand verschiedener Versionen der Ordensregel, relevanter Papst- und Herrscherurkunden sowie zahlreicher Dokumente, wie den Verbrüderungsbriefen, zeigt sich ein Bild einer Gemeinschaft, die stark auf militärische Belange fokussiert war. Diese Identität wurde durch die spezifische Ausprägung des Kreuzzugs in der Iberischen Halbinsel geprägt und bewusst kommuniziert.
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Der Ritterorden von Santiago (ca. 1170-1310), Thomas Kieslinger
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- 2023
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