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Europas imaginierte Einheit

Kulturgeschichte und Antikerezeption bei Stefan Zweig

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Stefan Zweig hat zahlreiche Reden und Vortrage uber die "geistige Einheit" der Menschheit gehalten. Diesen lag ein kulturgeschichtliches Phasenmodell zugrunde, in dem der Antike und deren Rezeption eine paradigmatische Funktion zukam. Marian Nebelin analysiert diese Veroffentlichungen, rekonstruiert ihre Einbindung in zeitgenossische Diskurse und verortet sie innerhalb des Werkes des Autors. Dadurch werden Wandlungen in Zweigs Auffassungen nachvollziehbar: Schrieb er zunachst der Technik eine Einigungswirkung zu, erkannte er schliesslich deren politische Neutralitat; setzte er anfanglich darauf, dass Europa die Welt einigen werde, hoffte er nach der Machtubernahme der Nationalsozialisten auf die Volker Sudamerikas. Konstant blieb hingegen Zweigs Grundannahme, die Geschichte werde durch den Gegensatz zwischen einer einigenden internationalistischen Tendenz auf der einen und einer zerstorerischen nationalistischen Tendenz auf der anderen Seite bestimmt. Seine unzeitgemasse Hoffnung war, dass der Einheitsgedanke siegen werde.

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Europas imaginierte Einheit, Marian Nebelin

Idioma
Publicado en
2023
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(Tapa dura)
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Título
Europas imaginierte Einheit
Subtítulo
Kulturgeschichte und Antikerezeption bei Stefan Zweig
Idioma
Alemán
Editorial
Böhlau Köln
Publicado en
2023
Formato
Tapa dura
Páginas
288
ISBN10
3412523259
ISBN13
9783412523251
Serie
Calificación
3 de 5
Descripción
Stefan Zweig hat zahlreiche Reden und Vortrage uber die "geistige Einheit" der Menschheit gehalten. Diesen lag ein kulturgeschichtliches Phasenmodell zugrunde, in dem der Antike und deren Rezeption eine paradigmatische Funktion zukam. Marian Nebelin analysiert diese Veroffentlichungen, rekonstruiert ihre Einbindung in zeitgenossische Diskurse und verortet sie innerhalb des Werkes des Autors. Dadurch werden Wandlungen in Zweigs Auffassungen nachvollziehbar: Schrieb er zunachst der Technik eine Einigungswirkung zu, erkannte er schliesslich deren politische Neutralitat; setzte er anfanglich darauf, dass Europa die Welt einigen werde, hoffte er nach der Machtubernahme der Nationalsozialisten auf die Volker Sudamerikas. Konstant blieb hingegen Zweigs Grundannahme, die Geschichte werde durch den Gegensatz zwischen einer einigenden internationalistischen Tendenz auf der einen und einer zerstorerischen nationalistischen Tendenz auf der anderen Seite bestimmt. Seine unzeitgemasse Hoffnung war, dass der Einheitsgedanke siegen werde.