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Der rote Faden

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  • 391 páginas
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Warum widmete Walter Ulbricht zehn Jahre lang seine knapp bemessene Freizeit parteigeschichtlichen Fragen? Hatte das Politbüro nichts Besseres zu tun, als über die Redaktion der Briefe Thälmanns zu beraten? Was stand dahinter, wenn Otto Grotewohls fünfbändige Geburtstagsausgabe an einer einzigen Fußnote scheiterte, und weshalb schmolz die Pieck-Ausgabe von fünfzehn Bänden auf sechs zusammen? Welche Geheimnisse verbargen sich hinter dem Streit um den richtigen »Charakter der Novemberrevolution«, was durfte man wann über Stalins »Personenkult« schreiben, und warum lautete die einzig richtige Reihenfolge »Karl und Rosa«? Im ideologischen Kernbereich der SED konnte jedes falsche Komma ein politischer Fehler sein und ein gestrichener Name einen Kurswechsel andeuten. »Der rote Faden« führt den Leser in ein untergegangenes Diskurs-Labyrinth, in dem parteigeschichtliche Texte sehr, sehr ernst genommen wurden. Im Mittelpunkt steht dabei die achtbändige »Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung« von 1966, eine mit einzigartigem Aufwand fabrizierte und verbreitete »Heilige Schrift« der SED.

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Der rote Faden, Siegfried Lokatis

Idioma
Publicado en
2003
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(Tapa dura)
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Título
Der rote Faden
Idioma
Alemán
Editorial
Böhlau
Publicado en
2003
Formato
Tapa dura
Páginas
391
ISBN10
3412046035
ISBN13
9783412046033
Serie
Descripción
Warum widmete Walter Ulbricht zehn Jahre lang seine knapp bemessene Freizeit parteigeschichtlichen Fragen? Hatte das Politbüro nichts Besseres zu tun, als über die Redaktion der Briefe Thälmanns zu beraten? Was stand dahinter, wenn Otto Grotewohls fünfbändige Geburtstagsausgabe an einer einzigen Fußnote scheiterte, und weshalb schmolz die Pieck-Ausgabe von fünfzehn Bänden auf sechs zusammen? Welche Geheimnisse verbargen sich hinter dem Streit um den richtigen »Charakter der Novemberrevolution«, was durfte man wann über Stalins »Personenkult« schreiben, und warum lautete die einzig richtige Reihenfolge »Karl und Rosa«? Im ideologischen Kernbereich der SED konnte jedes falsche Komma ein politischer Fehler sein und ein gestrichener Name einen Kurswechsel andeuten. »Der rote Faden« führt den Leser in ein untergegangenes Diskurs-Labyrinth, in dem parteigeschichtliche Texte sehr, sehr ernst genommen wurden. Im Mittelpunkt steht dabei die achtbändige »Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung« von 1966, eine mit einzigartigem Aufwand fabrizierte und verbreitete »Heilige Schrift« der SED.