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Und hier ist, verehrungswürdig und feindlich unter dem blassen Licht des Mondes, das Schloss Flauvigny. Es dehnt sich aus, zieht sich zusammen, wächst oder schrumpft, je nachdem, ob ich vorwärts oder rückwärts gehe, dem launischen Spiel der Zickzacklinien folgend. Ich erklimme die Treppe auf den Knien. Ich greife nach dem Fuß einer der Fackelträgerinnen und ziehe mich langsam an ihrem Waden und Oberschenkel hoch. Ich umarme die bronzene Kreatur, taste ihre Brüste ab, küsse ihren kalten Mund und befreie mich, indem ich den metallischen Geschmack ausspucke. Ich schaudere und gehe zu ihrer Freundin, in der Hoffnung auf mehr Glück. Und tatsächlich ist die andere weniger kalt. Doch sie ist fröstelnd, da sie sich angezogen hat. Sie trägt unter einem Pelzmantel ein feines Nachthemd, hübsch und anziehend wie ein Gespensterleichentuch. Sie ist barfuß. Sie hat nicht die Farbe von Bronze. Der Mond silbert ihr blondes Haar. Sie hält keine Fackel. Und unter der doch recht schwachen Umarmung meiner Arme zittert sie.
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Ein Toter hat kein Konto, Léo Malet
- Idioma
- Publicado en
- 1998
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- Título
- Ein Toter hat kein Konto
- Idioma
- Alemán
- Autores
- Léo Malet
- Editorial
- Rowohlt
- Publicado en
- 1998
- Páginas
- 236
- ISBN10
- 3499131463
- ISBN13
- 9783499131462
- Serie
- Etiquetas
- Ficción, Novela negra & Thriller
- Calificación
- 3 de 5
- Descripción
- Und hier ist, verehrungswürdig und feindlich unter dem blassen Licht des Mondes, das Schloss Flauvigny. Es dehnt sich aus, zieht sich zusammen, wächst oder schrumpft, je nachdem, ob ich vorwärts oder rückwärts gehe, dem launischen Spiel der Zickzacklinien folgend. Ich erklimme die Treppe auf den Knien. Ich greife nach dem Fuß einer der Fackelträgerinnen und ziehe mich langsam an ihrem Waden und Oberschenkel hoch. Ich umarme die bronzene Kreatur, taste ihre Brüste ab, küsse ihren kalten Mund und befreie mich, indem ich den metallischen Geschmack ausspucke. Ich schaudere und gehe zu ihrer Freundin, in der Hoffnung auf mehr Glück. Und tatsächlich ist die andere weniger kalt. Doch sie ist fröstelnd, da sie sich angezogen hat. Sie trägt unter einem Pelzmantel ein feines Nachthemd, hübsch und anziehend wie ein Gespensterleichentuch. Sie ist barfuß. Sie hat nicht die Farbe von Bronze. Der Mond silbert ihr blondes Haar. Sie hält keine Fackel. Und unter der doch recht schwachen Umarmung meiner Arme zittert sie.


