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Ich habe mir eine Putzfrau genommen, die eines Tages in mein Leben trat, als ich in der Apotheke einen Papierstreifen mit ihrer Telefonnummer abgerissen hatte. Es war der letzte von sechs Streifen, die unter einer Anzeige für Putzen und Babysitten hingen. Während ich mir nicht vorstellen konnte, dass jemand mit einem Staubsauger Babys betreuen kann, war ich bereit, eine solche Person für die Reinigung meines Zuhauses zu engagieren. Sechs Monate hatte ich ohne Saubermachen und ohne Constance, die mein Herz und meinen Geist beschäftigt hatte, gewartet. Sie war diejenige, die mir die Unordnung bewusst gemacht hatte, und ohne sie schien es sinnlos, Ordnung zu halten. Das Staubsaugen war eine gemeinsame Abneigung, die wir teilten. Doch dann kam der Tag, an dem ich nicht mehr an sie dachte, nicht mehr auf dieselbe Weise. Ihr Bild verblasste, und zurück blieb eine schmerzhafte Leere. Diese Leere war nicht körperlich, sondern emotional, und ich lebte damit. Ich hatte mich damit abgefunden, dass ich nicht mehr so stark war, dass ich etwas zugenommen hatte, um diese Leere zu kompensieren. Plötzlich bemerkte ich die Krümel in der Küche, die ich früher ignoriert hatte, weil ich genug hatte und mich nicht mehr um die Ordnung kümmerte.
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Meine Putzfrau, Christian Oster
- Idioma
- Publicado en
- 2003
- Encuadernación
- (Tapa dura)
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- Título
- Meine Putzfrau
- Idioma
- Alemán
- Autores
- Christian Oster
- Editorial
- Eichborn
- Publicado en
- 2003
- Formato
- Tapa dura
- Páginas
- 200
- ISBN10
- 3821807091
- ISBN13
- 9783821807096
- Serie
- Calificación
- 3,6 de 5
- Descripción
- Ich habe mir eine Putzfrau genommen, die eines Tages in mein Leben trat, als ich in der Apotheke einen Papierstreifen mit ihrer Telefonnummer abgerissen hatte. Es war der letzte von sechs Streifen, die unter einer Anzeige für Putzen und Babysitten hingen. Während ich mir nicht vorstellen konnte, dass jemand mit einem Staubsauger Babys betreuen kann, war ich bereit, eine solche Person für die Reinigung meines Zuhauses zu engagieren. Sechs Monate hatte ich ohne Saubermachen und ohne Constance, die mein Herz und meinen Geist beschäftigt hatte, gewartet. Sie war diejenige, die mir die Unordnung bewusst gemacht hatte, und ohne sie schien es sinnlos, Ordnung zu halten. Das Staubsaugen war eine gemeinsame Abneigung, die wir teilten. Doch dann kam der Tag, an dem ich nicht mehr an sie dachte, nicht mehr auf dieselbe Weise. Ihr Bild verblasste, und zurück blieb eine schmerzhafte Leere. Diese Leere war nicht körperlich, sondern emotional, und ich lebte damit. Ich hatte mich damit abgefunden, dass ich nicht mehr so stark war, dass ich etwas zugenommen hatte, um diese Leere zu kompensieren. Plötzlich bemerkte ich die Krümel in der Küche, die ich früher ignoriert hatte, weil ich genug hatte und mich nicht mehr um die Ordnung kümmerte.

