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Das rote Fahrrad

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DIE UNGARISCHE ANNE FRANK nannte man das 13-jährige frühreife ungarische Mädchen Éva. Ungarische Gendarmen verschleppten sie 1944 aus dem Ghetto von Nagyvárad in Siebenbürgen (heute Oradea in Rumänien). Sie wurde in Auschwitz ermordet. Ihre Mutter, die Journalistin Ágnes Zsolt hat Évas heimlich geführtes Tagebuch entdeckt und als Buch herausgegeben. „Das rote  Fahrrad“ ist die erste deutsche Fassung des Tagebuches. Die Aufzeichnungen Évas, die den unbändigen Lebenswillen des Mädchens bekunden und ein ausführliches Nachwort über die Tragödie der Mutter, die von Schuldgefühlen geplagt später Selbst-mord beging –, beleuchten ein gespenstisches und bisher kaum bekanntes Kapitel mitteleuropäischer Geschichte."So konnten es die Polizisten leicht finden. Weil es war im Rathaus eingetragen, dass ich ein Fahrrad hatte…Ich habe mich auf den Boden geworfen, das Hinterrad meines Fahrrads fest umklammert und geschrien, die Polizisten beschimpft, sie sollten sich schämen, einem Kind sein Fahrrad wegzunehmen. Dieses rote Fahrrad war mein ein und alles, von Anfang an! Denn es hat mich drei Jahre lang nie im Stich gelassen, immer gut funktioniert und es gab nie etwas zu zahlen. Einer der Polizisten hat sich furchtbar aufgeregt. Das fehlte gerade noch, dass dieses närrische Judenmädchen ihm wegen dem Rad so einen Zirkus macht. Ihr Juden habt hier lange genug alles gehabt, und unsere Soldaten müssen an der Front hungern und frieren."

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Das rote Fahrrad, A. gnes Zsolt

Idioma
Publicado en
2012
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4,9
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Título
Das rote Fahrrad
Idioma
Alemán
Editorial
Nischen-Verl.
Publicado en
2012
Formato
Tapa dura
Páginas
159
ISBN10
3950334505
ISBN13
9783950334500
Serie
Etiquetas
Diarios, Hungría
Calificación
4,85 de 5
Descripción
DIE UNGARISCHE ANNE FRANK nannte man das 13-jährige frühreife ungarische Mädchen Éva. Ungarische Gendarmen verschleppten sie 1944 aus dem Ghetto von Nagyvárad in Siebenbürgen (heute Oradea in Rumänien). Sie wurde in Auschwitz ermordet. Ihre Mutter, die Journalistin Ágnes Zsolt hat Évas heimlich geführtes Tagebuch entdeckt und als Buch herausgegeben. „Das rote  Fahrrad“ ist die erste deutsche Fassung des Tagebuches. Die Aufzeichnungen Évas, die den unbändigen Lebenswillen des Mädchens bekunden und ein ausführliches Nachwort über die Tragödie der Mutter, die von Schuldgefühlen geplagt später Selbst-mord beging –, beleuchten ein gespenstisches und bisher kaum bekanntes Kapitel mitteleuropäischer Geschichte."So konnten es die Polizisten leicht finden. Weil es war im Rathaus eingetragen, dass ich ein Fahrrad hatte…Ich habe mich auf den Boden geworfen, das Hinterrad meines Fahrrads fest umklammert und geschrien, die Polizisten beschimpft, sie sollten sich schämen, einem Kind sein Fahrrad wegzunehmen. Dieses rote Fahrrad war mein ein und alles, von Anfang an! Denn es hat mich drei Jahre lang nie im Stich gelassen, immer gut funktioniert und es gab nie etwas zu zahlen. Einer der Polizisten hat sich furchtbar aufgeregt. Das fehlte gerade noch, dass dieses närrische Judenmädchen ihm wegen dem Rad so einen Zirkus macht. Ihr Juden habt hier lange genug alles gehabt, und unsere Soldaten müssen an der Front hungern und frieren."