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Die Haushälterin war eine alte Frau, deren verstorbene Tochter die Amme des Kaufmannssohnes gewesen war. Sie war still, und die Kühle des Alters strahlte von ihrem weißen Gesicht und ihren Händen aus. Der Kaufmannssohn hatte sie gern, da sie ihn an seine Mutter und seine geliebte Kindheit erinnerte. Mit seiner Erlaubnis hatte sie eine entfernte, fünfzehnjährige Verwandte ins Haus genommen, die sehr verschlossen und hart zu sich selbst war. Eines Tages warf sie sich in einem Anfall von Zorn aus einem Fenster in den Hof und fiel in aufgeschüttete Gartenerde, wobei sie sich nur das Schlüsselbein brach. Nach dem Vorfall schickte der Kaufmannssohn seinen Arzt zu ihr, kam jedoch am Abend selbst, um nach ihrem Befinden zu sehen. Als er sie zum ersten Mal lange ansah, war er von der seltsamen Anmut ihres Gesichts überrascht, obwohl ihre dünnen Lippen etwas Unschönes und Unheimliches ausstrahlten. Plötzlich öffnete sie die Augen, sah ihn eisig und böse an, wandte sich dann mit zusammengebissenen Lippen gegen die Wand, um den Schmerz zu überwinden. In diesem Moment verfärbte sich ihr blasses Gesicht ins Grünlichweiße, sie wurde ohnmächtig und fiel in ihre frühere Lage zurück.
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Das Märchen der 672. Nacht, Hugo von Hofmannsthal
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- 2023
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