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Kirchliche Amtshilfe

Die Kirche und die Judenverfolgung im »Dritten Reich«

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Mit der einsetzenden nationalsozialistischen Rassenpolitik fiel den Kirchen eine neue Bedeutung zu: sie verwalteten mit den Kirchenbüchern wesentliche bevölkerungsgeschichtliche Personendaten, die für die nationalsozialistische Unterscheidung zwischen »Ariern« und »Nichtariern« relevant waren. Staats- und Parteistellen verlangten »Amtshilfe«: die Auslieferung dieser Daten. Und die Kirchen kamen dieser Forderung – meist sehr bereitwillig – nach. In vielen Fällen leisteten kirchliche Mitarbeiter (Pfarrer, Kirchenbeamte u. a.) aktive Beiträge zur NS-Sippenforschung. Nicht selten entstanden besondere Kirchenbuchstellen, die rassistisch motivierte Forschung betrieben und die Resultate an staatliche Behörden und Parteistellen weiter reichten. In fünf Regionalstudien berichtet dieser Band über unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit von evangelischen Landeskirchen und Dienststellen von NS-Staat und NSDAP auf dem Gebiet der Urkundenausstellung für den »Ariernachweis«. Zugleich wird gezeigt, wie mit diesem brisanten Thema in der Nachkriegszeit verfahren wurde.

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Kirchliche Amtshilfe, Manfred Gailus

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Publicado en
2008
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(Tapa blanda)
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Título
Kirchliche Amtshilfe
Subtítulo
Die Kirche und die Judenverfolgung im »Dritten Reich«
Idioma
Alemán
Publicado en
2008
Formato
Tapa blanda
Páginas
223
ISBN10
3525553404
ISBN13
9783525553404
Serie
Descripción
Mit der einsetzenden nationalsozialistischen Rassenpolitik fiel den Kirchen eine neue Bedeutung zu: sie verwalteten mit den Kirchenbüchern wesentliche bevölkerungsgeschichtliche Personendaten, die für die nationalsozialistische Unterscheidung zwischen »Ariern« und »Nichtariern« relevant waren. Staats- und Parteistellen verlangten »Amtshilfe«: die Auslieferung dieser Daten. Und die Kirchen kamen dieser Forderung – meist sehr bereitwillig – nach. In vielen Fällen leisteten kirchliche Mitarbeiter (Pfarrer, Kirchenbeamte u. a.) aktive Beiträge zur NS-Sippenforschung. Nicht selten entstanden besondere Kirchenbuchstellen, die rassistisch motivierte Forschung betrieben und die Resultate an staatliche Behörden und Parteistellen weiter reichten. In fünf Regionalstudien berichtet dieser Band über unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit von evangelischen Landeskirchen und Dienststellen von NS-Staat und NSDAP auf dem Gebiet der Urkundenausstellung für den »Ariernachweis«. Zugleich wird gezeigt, wie mit diesem brisanten Thema in der Nachkriegszeit verfahren wurde.