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In diesem Klassiker der phantastischen Literatur erscheint die altenglische Sage unter vertauschten Vorzeichen. Gardner schreibt aus der Perspektive Grendels, des Monsters, eines wilden und einsamen Wesens, das mit seiner Mutter in einer Höhle lebt. Grendel ist hin- und hergerissen zwischen seinem wilden, animalischen Tötungstrieb und einem herausragenden Verstand, der ihn zur Sprache und zu einem komplexen Verständnis der Welt befähigt. Er wird zum Beobachter der Veränderung seiner Umgebung durch die Menschen, als diese den Wald nahe seiner Höhle besiedeln. In der Beobachterposition demaskiert Grendel die Menschen in ihrem Widerspruch zwischen Sein und Schein. Grendel betrachtet ihr Tun, das zumeist in Krieg mündet, hört Traktate über die Welt, die von unangepassten Wesen bedroht werde. Erzählkunst, erkennt Grendel, verändert alles. Dabei geht es Gardner nicht allein um das Thema Gewalt, sondern auch um die Ausformungen staatlicher Macht, um die Herausbildung gesellschaftlicher Ordnung mit all ihren Schattenseiten und um die Macht der Legenden und Mythen, die alle Zeit überdauern. Gardners Meisterwerk erzählt von Mächtigen und Ohnmächtigen, von Tätern und Opfern, es erzählt aber auch von den Möglichkeiten der Literatur und der Fantasie – mit einer Sprachgewalt, die ihresgleichen sucht.

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Grendel, John Gardner, Andreas Vollstädt

Idioma
Publicado en
2009
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(Tapa dura)
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3,7
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Título
Grendel
Idioma
Alemán
Editorial
Milena-Verl.
Publicado en
2009
Formato
Tapa dura
Páginas
194
ISBN10
3852861748
ISBN13
9783852861746
Serie
Título original
Grendel
Calificación
3,7 de 5
Descripción
In diesem Klassiker der phantastischen Literatur erscheint die altenglische Sage unter vertauschten Vorzeichen. Gardner schreibt aus der Perspektive Grendels, des Monsters, eines wilden und einsamen Wesens, das mit seiner Mutter in einer Höhle lebt. Grendel ist hin- und hergerissen zwischen seinem wilden, animalischen Tötungstrieb und einem herausragenden Verstand, der ihn zur Sprache und zu einem komplexen Verständnis der Welt befähigt. Er wird zum Beobachter der Veränderung seiner Umgebung durch die Menschen, als diese den Wald nahe seiner Höhle besiedeln. In der Beobachterposition demaskiert Grendel die Menschen in ihrem Widerspruch zwischen Sein und Schein. Grendel betrachtet ihr Tun, das zumeist in Krieg mündet, hört Traktate über die Welt, die von unangepassten Wesen bedroht werde. Erzählkunst, erkennt Grendel, verändert alles. Dabei geht es Gardner nicht allein um das Thema Gewalt, sondern auch um die Ausformungen staatlicher Macht, um die Herausbildung gesellschaftlicher Ordnung mit all ihren Schattenseiten und um die Macht der Legenden und Mythen, die alle Zeit überdauern. Gardners Meisterwerk erzählt von Mächtigen und Ohnmächtigen, von Tätern und Opfern, es erzählt aber auch von den Möglichkeiten der Literatur und der Fantasie – mit einer Sprachgewalt, die ihresgleichen sucht.