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Deutsche und englische Wissenschaftssprache im Vergleich

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Ist es sinnvoll, Wissenschaft nur noch in einer Sprache zu betreiben, oder sollte die historisch gewachsene Mehrsprachigkeit im europäischen Raum als Ressource für wissenschaftliche Innovation erhalten bleiben? Dies wirft die Frage auf, ob wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt unabhängig von einzelnen Sprachen ist oder ob er von den kognitiven Möglichkeiten spezifischer sprachlicher Mittel abhängt. Zur Klärung dieser Frage wird ein Parallelkorpus deutscher und englischer wissenschaftlicher Artikel aus verschiedenen Disziplinen untersucht, um zu analysieren, wie Autoren das Wissen ihrer Leser erweitern und umstrukturieren. Der Vergleich erfolgt auf den Ebenen der Textart (wissenschaftliche Einleitungen), der sprachlichen Einzelhandlung (kausale Verknüpfungen) und des einzelnen Wortes. Die Ergebnisse sind nicht nur für die wissenschaftliche Übersetzung relevant, sondern auch für eine informierte Didaktik der Wissenschaftssprachen. Sie zeigen, dass eine naive Nutzung des Englischen als 'lingua franca' der Wissenschaft, die von der Selbstverständlichkeit der Einzelsprachenunabhängigkeit ausgeht, insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften auf enge Grenzen stößt.

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Deutsche und englische Wissenschaftssprache im Vergleich, Winfried Thielmann

Idioma
Publicado en
2009
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(Tapa blanda)
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Título
Deutsche und englische Wissenschaftssprache im Vergleich
Subtítulo
Hinführen - Verknüpfen - Benennen
Idioma
Inglés, Alemán
Formato
Tapa blanda
Páginas
350
ISBN10
393938111X
ISBN13
9783939381112
Serie
Descripción
Ist es sinnvoll, Wissenschaft nur noch in einer Sprache zu betreiben, oder sollte die historisch gewachsene Mehrsprachigkeit im europäischen Raum als Ressource für wissenschaftliche Innovation erhalten bleiben? Dies wirft die Frage auf, ob wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt unabhängig von einzelnen Sprachen ist oder ob er von den kognitiven Möglichkeiten spezifischer sprachlicher Mittel abhängt. Zur Klärung dieser Frage wird ein Parallelkorpus deutscher und englischer wissenschaftlicher Artikel aus verschiedenen Disziplinen untersucht, um zu analysieren, wie Autoren das Wissen ihrer Leser erweitern und umstrukturieren. Der Vergleich erfolgt auf den Ebenen der Textart (wissenschaftliche Einleitungen), der sprachlichen Einzelhandlung (kausale Verknüpfungen) und des einzelnen Wortes. Die Ergebnisse sind nicht nur für die wissenschaftliche Übersetzung relevant, sondern auch für eine informierte Didaktik der Wissenschaftssprachen. Sie zeigen, dass eine naive Nutzung des Englischen als 'lingua franca' der Wissenschaft, die von der Selbstverständlichkeit der Einzelsprachenunabhängigkeit ausgeht, insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften auf enge Grenzen stößt.