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Kein Gott in Sicht

Roman

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»Wenn ich versuche, mir vorzustellen, wie sie starb, an jenem Tag in der Heiligen Stadt, dann höre ich auf, an Allah zu glauben. Aber nur für kurze Zeit. Ich kann es mir nicht leisten, zu lange gottlos zu sein.« Das sagt ein Arzt aus Bombay; und ein Metzger bekennt, mitten auf einem überfüllten Marktplatz: »In einer Hölle wie dieser muß selbst Gott laut schreien, um sich bemerkbar zu machen. « Tyrewala komponiert mehr als vierzig paradigmatische Geschichten von Menschen in Bombay zu einer Polyphonie von Stimmen und Geräuschen, in der die Stadt die alle und alles prägende Rolle spielt. In ihr, mit und gegen sie müssen sie sich behaupten. Die Protagonisten, die aus ihrem Leben erzählen – aufwühlende, packende Szenen –, gehören unterschiedlichsten Klassen und Schichten an, haben vielfältige Berufe, tragen religiöse Rivalitäten aus, sind Opfer von Gewalt. Sie versuchen tagtäglich, ihrem Elend zu entkommen – wissend, daß es ihnen nicht gelingt, daß es in ihrer Welt für Gott keinen Platz gibt. Altaf Tyrewala, der noch nicht dreißigjährige Autor, wurde von der indischen Presse als große Entdeckung gefeiert. Seine sprachliche Präzision, seine Sprachkraft schaffen eine beklemmende atmosphärische Dichte, die den Pulsschlag der Riesenstadt fühlbar macht.

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Kein Gott in Sicht, Altaf Tyrewala

Idioma
Publicado en
2006
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(Tapa dura)
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3,8
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Subtítulo
Roman
Idioma
Alemán
Editorial
Suhrkamp
Publicado en
2006
Formato
Tapa dura
ISBN10
3518418467
ISBN13
9783518418468
Serie
Título original
No god in sight
Calificación
3,75 de 5
Descripción
»Wenn ich versuche, mir vorzustellen, wie sie starb, an jenem Tag in der Heiligen Stadt, dann höre ich auf, an Allah zu glauben. Aber nur für kurze Zeit. Ich kann es mir nicht leisten, zu lange gottlos zu sein.« Das sagt ein Arzt aus Bombay; und ein Metzger bekennt, mitten auf einem überfüllten Marktplatz: »In einer Hölle wie dieser muß selbst Gott laut schreien, um sich bemerkbar zu machen. « Tyrewala komponiert mehr als vierzig paradigmatische Geschichten von Menschen in Bombay zu einer Polyphonie von Stimmen und Geräuschen, in der die Stadt die alle und alles prägende Rolle spielt. In ihr, mit und gegen sie müssen sie sich behaupten. Die Protagonisten, die aus ihrem Leben erzählen – aufwühlende, packende Szenen –, gehören unterschiedlichsten Klassen und Schichten an, haben vielfältige Berufe, tragen religiöse Rivalitäten aus, sind Opfer von Gewalt. Sie versuchen tagtäglich, ihrem Elend zu entkommen – wissend, daß es ihnen nicht gelingt, daß es in ihrer Welt für Gott keinen Platz gibt. Altaf Tyrewala, der noch nicht dreißigjährige Autor, wurde von der indischen Presse als große Entdeckung gefeiert. Seine sprachliche Präzision, seine Sprachkraft schaffen eine beklemmende atmosphärische Dichte, die den Pulsschlag der Riesenstadt fühlbar macht.