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Spati Thomy

Als Bausoldat in Heimen der NVA

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  • 128 páginas
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Den Zustand, im Kompromiss zu leben, nennt man Zivilisation. Es war ein Kompromiss der Staatsführung der DDR mit den Kirchen, als im September 1964 die Möglichkeit für Wehrdienstpflichtige, die den Dienst an der Waffe verweigerten, die Baueinheiten der NVA geschaffen wurden. Auch für die Wehrdienstverweigerer war diese Lösung ein Kompromiss, immerhin waren die Baueinheiten ein Teil der NVA und wurden fast 10 Jahre für den Bau militärischer Anlagen eingesetzt. Nach Beschwerden der Kirchen gab es 1973 den Kompromiss, die Bausoldaten für zivile Zwecke im Bereich der NVA einzusetzen, als Hausmeister, Gärtner, in der Industrie oder zum Bau des Hafens Mukran. Die Bausoldaten waren Andersdenkende, die nicht in das sozialistische System passten, aber Teil des Systems waren. Meine Geschichte erzählt vom Einsatz als Bausoldat in den Heimen der NVA in Wernigerode, Ilsenburg, Schierke und der Rothenburg. Geboren 1954 in Karl-Marx-Stadt, welche bis 1953 und seit 1990 wieder Chemnitz heißt. In der DDR aufgewachsen, nach der 10. Klasse Elektronikfacharbeiter mit Abitur gelernt, den Wehrdienst mit der Waffe abgelehnt und zu den Bausoldaten gegangen. Schriftstellerisch unbegabt, aber die Briefe aus der Zeit als Bausoldat mahnten zum Versuch ein Buch zu schreiben und ein wenig Licht in einen eher unbekannten Fleck der DDR-Geschichte zu bringen.

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Spati Thomy, Thomas Holler

Idioma
Publicado en
2020
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(Tapa blanda)
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Título
Spati Thomy
Subtítulo
Als Bausoldat in Heimen der NVA
Idioma
Alemán
Publicado en
2020
Formato
Tapa blanda
Páginas
128
ISBN13
9789463867184
Serie
Descripción
Den Zustand, im Kompromiss zu leben, nennt man Zivilisation. Es war ein Kompromiss der Staatsführung der DDR mit den Kirchen, als im September 1964 die Möglichkeit für Wehrdienstpflichtige, die den Dienst an der Waffe verweigerten, die Baueinheiten der NVA geschaffen wurden. Auch für die Wehrdienstverweigerer war diese Lösung ein Kompromiss, immerhin waren die Baueinheiten ein Teil der NVA und wurden fast 10 Jahre für den Bau militärischer Anlagen eingesetzt. Nach Beschwerden der Kirchen gab es 1973 den Kompromiss, die Bausoldaten für zivile Zwecke im Bereich der NVA einzusetzen, als Hausmeister, Gärtner, in der Industrie oder zum Bau des Hafens Mukran. Die Bausoldaten waren Andersdenkende, die nicht in das sozialistische System passten, aber Teil des Systems waren. Meine Geschichte erzählt vom Einsatz als Bausoldat in den Heimen der NVA in Wernigerode, Ilsenburg, Schierke und der Rothenburg. Geboren 1954 in Karl-Marx-Stadt, welche bis 1953 und seit 1990 wieder Chemnitz heißt. In der DDR aufgewachsen, nach der 10. Klasse Elektronikfacharbeiter mit Abitur gelernt, den Wehrdienst mit der Waffe abgelehnt und zu den Bausoldaten gegangen. Schriftstellerisch unbegabt, aber die Briefe aus der Zeit als Bausoldat mahnten zum Versuch ein Buch zu schreiben und ein wenig Licht in einen eher unbekannten Fleck der DDR-Geschichte zu bringen.