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Demokratie lernen

Der Öffentliche Gesundheitsdienst in Bayern nach dem Nationalsozialismus

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Die Bediensteten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Bayern, die »Hüter der Volksgesundheit«, lernten nach 1945 Demokratie, und zwar im Dienstalltag: im Innenministerium, in Gesundheitsämtern oder in Krankenhäusern, beim Verfassen von Gesetzesentwürfen ebenso wie beim Röntgen. Manches erlernten sie, manches lernten sie erneut, manches verlernten sie. Es ging um die Würde des Menschen, um Gewalt und Eugenik, um die Gleichstellung von Mann und Frau, um Grundrechte und Bindung an geltendes Recht. Sophie Friedl erzählt das Ineinandergreifen von illiberalen Traditionen und demokratischen Impulsen, von Ungleichzeitigkeit, Eigendynamik und Ambivalenz als eine Geschichte des Lernens. Lernen ist hier weder beschönigende Metapher noch Vorwegnahme einer vermeintlichen Erfolgsgeschichte der bundesrepublikanischen Demokratie, sondern analytische Innovation. Mit ihrem offenen, prozessualen, nicht-linearen Lernbegriff bricht die Autorin die Gegenüberstellung von Kontinuitäten und Diskontinuitäten auf; sie klärt das scheinbare Paradox zwischen opportunistischer Anpassung und tiefgehender Umorientierung. Shortlist des Hedwig Hintze Preises für herausragende geschichtswissenschaftliche Dissertationen des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V.

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Demokratie lernen, Sophie Friedl

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Publicado en
2024
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(Tapa dura)
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Título
Demokratie lernen
Subtítulo
Der Öffentliche Gesundheitsdienst in Bayern nach dem Nationalsozialismus
Idioma
Alemán
Publicado en
2024
Formato
Tapa dura
Páginas
494
ISBN13
9783111350936
Serie
Descripción
Die Bediensteten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Bayern, die »Hüter der Volksgesundheit«, lernten nach 1945 Demokratie, und zwar im Dienstalltag: im Innenministerium, in Gesundheitsämtern oder in Krankenhäusern, beim Verfassen von Gesetzesentwürfen ebenso wie beim Röntgen. Manches erlernten sie, manches lernten sie erneut, manches verlernten sie. Es ging um die Würde des Menschen, um Gewalt und Eugenik, um die Gleichstellung von Mann und Frau, um Grundrechte und Bindung an geltendes Recht. Sophie Friedl erzählt das Ineinandergreifen von illiberalen Traditionen und demokratischen Impulsen, von Ungleichzeitigkeit, Eigendynamik und Ambivalenz als eine Geschichte des Lernens. Lernen ist hier weder beschönigende Metapher noch Vorwegnahme einer vermeintlichen Erfolgsgeschichte der bundesrepublikanischen Demokratie, sondern analytische Innovation. Mit ihrem offenen, prozessualen, nicht-linearen Lernbegriff bricht die Autorin die Gegenüberstellung von Kontinuitäten und Diskontinuitäten auf; sie klärt das scheinbare Paradox zwischen opportunistischer Anpassung und tiefgehender Umorientierung. Shortlist des Hedwig Hintze Preises für herausragende geschichtswissenschaftliche Dissertationen des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V.