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Die Kunst der Konversation

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Die Geschichte der Konversation wird anhand dreier französischer Berühmtheiten und ihrer Salons erzählt: dem Blauen Zimmer der Madame de Rambouillet im 17. Jahrhundert, den Zusammenkünften bei Madame du Deffand im 18. Jahrhundert und im Schloss der Madame de Staël im 19. Jahrhundert. Konversation ist weit mehr als ein intellektuelles Geplänkel in angenehmer Umgebung, das Austauschen mehr oder weniger literarisch geformter Artigkeiten. Jene drei herausragenden Frauen bemühten sich, jede zu ihrer Zeit, um diese Spielform des Gesprächs, weil sie darin ein emanzipatorisches Moment sahen – für sich selbst, die sich vorgesehenen Rollenmodellen verweigerten, aber auch für die Gesellschaft insgesamt. Unabhängig davon, ob sie sich in eine Feenwelt flüchteten, auf das distanzierende Moment des Humors setzten oder an die Literatur als Waffe glaubten: Sie schufen sich mit der Konversation nicht nur selbst Freiräume, sondern hofften darauf, den Umgang ihrer Mitmenschen positiv zu verändern. Und in diesem Glauben an die gesellschaftsverändernde Kraft der Sprache sind sie erstaunlich modern.

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Die Kunst der Konversation, Chantal Thomas

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Publicado en
2012
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Título
Die Kunst der Konversation
Idioma
Alemán
Editorial
Steidl
Publicado en
2012
Formato
Tapa dura
Serie
Descripción
Die Geschichte der Konversation wird anhand dreier französischer Berühmtheiten und ihrer Salons erzählt: dem Blauen Zimmer der Madame de Rambouillet im 17. Jahrhundert, den Zusammenkünften bei Madame du Deffand im 18. Jahrhundert und im Schloss der Madame de Staël im 19. Jahrhundert. Konversation ist weit mehr als ein intellektuelles Geplänkel in angenehmer Umgebung, das Austauschen mehr oder weniger literarisch geformter Artigkeiten. Jene drei herausragenden Frauen bemühten sich, jede zu ihrer Zeit, um diese Spielform des Gesprächs, weil sie darin ein emanzipatorisches Moment sahen – für sich selbst, die sich vorgesehenen Rollenmodellen verweigerten, aber auch für die Gesellschaft insgesamt. Unabhängig davon, ob sie sich in eine Feenwelt flüchteten, auf das distanzierende Moment des Humors setzten oder an die Literatur als Waffe glaubten: Sie schufen sich mit der Konversation nicht nur selbst Freiräume, sondern hofften darauf, den Umgang ihrer Mitmenschen positiv zu verändern. Und in diesem Glauben an die gesellschaftsverändernde Kraft der Sprache sind sie erstaunlich modern.