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Hansjörg Schneiders Texte zeigen Menschen und Dinge, die sich nicht in den Lauf der Zeit fügen. Sie thematisieren das, was oft übersehen wird: ein Gespräch über einen Vogel, einen Korbflechter oder eine schlafende Frau auf einer Parkbank. Diese Texte sind eine Schule der Aufmerksamkeit, in der die Protagonisten meist still verweilen. Wenn ein verhaltensgestörter Amselmann mitten im Winter zu singen wagt, ruft der Autor ihn zur Stille. Schneider und seine Figuren schauen gemeinsam, und in ihren eindrücklichsten Momenten beschränken sich die Texte auf eine nüchterne Inventur: „Möwen in der Luft, Wildgänse im Schlick, draußen ein rostiger Laster.“ Diese Distanziertheit drückt eine tiefere Sympathie des Autors zu seinen Gegenständen aus. Seine Sprache fließt unaufgeregt und gleichförmig. Die kurzen Prosastücke sind leichtgewichtig und zeugen von poetischer Arbeit des Weglassens. Schneider betrachtet die Oberfläche der Dinge mit einem scharfen, aber nicht zersetzenden Blick. Seine Figuren bleiben fremd und verweigern sich der Aneignung. Ein Schlüsseltext thematisiert, wie ein Mann angesichts von Auschwitz das Lügen verlernte. Diese Geschichten sind oft mehr Poetologie als Autobiographie. In allen Texten bleibt das, was ins Licht gerät, nur ein Schatten. Schneider liebt Passagen und das Herbstlicht, und die meisten Texte entstanden als Kolumnen für Tageszeitungen. Sie haben politische Optionen, plädieren für das, was „nicht groß,
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Im Café und auf der Strasse Geschichten, Hansjörg Schneider, Beatrice von Matt
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- 2002
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