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Tagebuch aus dem Jahr 1950

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Im Jahr 1950 leben Arno und Alice Schmidt immer noch als Kriegsflüchtlinge in großer Armut in Cordingen; Schmidts Debüt »Leviathan«, erschienen1949, ist kein Publikumserfolg. Sie sparen mühsam das Geld für ein Tandem zusammen, mit dem sie zweimal bis nach Hamburg reisen, um den Rowohlt Verlag zu besuchen und Archivstudien für die Fouqué-Biographie zu betreiben. Ihre Nachbarin Helene Felsch fordert rückwirkend Miete für die Möbel, die sie Schmidts zur Verfügung gestellt hat. Es folgt eine Auseinandersetzung, die mit dem Einsatz eines Gerichtsvollziehers und der Pfändung des Tandems endet. Dann findet sich ein Weg aus dem Elend: Schmidt erhält gemeinsam mit vier anderen Autoren den ›Großen Preis der Mainzer Akademie‹, der Rowohlt Verlag erwägt nun doch die nächste Veröffentlichung. Außerdem wird die ersehnte Umsiedlung nach Süddeutschland endlich von den Behörden genehmigt. Das Jahr findet seinen Abschluss mit dem Umzug nach Gau-Bickelheim, den der Autor später kaum fiktionalisiert in der Erzählung »Die Umsiedler« beschreibt. Alice Schmidt berichtet anschaulich aus dem Alltag in schweren Zeiten. Neben dem Tagebuchtext enthält der Band umfangreiches Material aus den Gerichtsakten zur Möbelmiete, u. a. Arno Schmidts Schriftsätze mit vielen Angriffen auf den gegnerischen Anwalt. Ergänzt wird das Tagebuch mit Fotos der Schmidts aus Cordingen.

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Tagebuch aus dem Jahr 1950, Alice Schmidt

Idioma
Publicado en
2026
Encuadernación
(Tapa dura)
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Título
Tagebuch aus dem Jahr 1950
Idioma
Alemán
Editorial
Suhrkamp
Publicado en
2026
Formato
Tapa dura
Páginas
400
ISBN13
9783518804704
Serie
Descripción
Im Jahr 1950 leben Arno und Alice Schmidt immer noch als Kriegsflüchtlinge in großer Armut in Cordingen; Schmidts Debüt »Leviathan«, erschienen1949, ist kein Publikumserfolg. Sie sparen mühsam das Geld für ein Tandem zusammen, mit dem sie zweimal bis nach Hamburg reisen, um den Rowohlt Verlag zu besuchen und Archivstudien für die Fouqué-Biographie zu betreiben. Ihre Nachbarin Helene Felsch fordert rückwirkend Miete für die Möbel, die sie Schmidts zur Verfügung gestellt hat. Es folgt eine Auseinandersetzung, die mit dem Einsatz eines Gerichtsvollziehers und der Pfändung des Tandems endet. Dann findet sich ein Weg aus dem Elend: Schmidt erhält gemeinsam mit vier anderen Autoren den ›Großen Preis der Mainzer Akademie‹, der Rowohlt Verlag erwägt nun doch die nächste Veröffentlichung. Außerdem wird die ersehnte Umsiedlung nach Süddeutschland endlich von den Behörden genehmigt. Das Jahr findet seinen Abschluss mit dem Umzug nach Gau-Bickelheim, den der Autor später kaum fiktionalisiert in der Erzählung »Die Umsiedler« beschreibt. Alice Schmidt berichtet anschaulich aus dem Alltag in schweren Zeiten. Neben dem Tagebuchtext enthält der Band umfangreiches Material aus den Gerichtsakten zur Möbelmiete, u. a. Arno Schmidts Schriftsätze mit vielen Angriffen auf den gegnerischen Anwalt. Ergänzt wird das Tagebuch mit Fotos der Schmidts aus Cordingen.