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Auf dem Weg nach Winterreute

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Als Jakob Bräckle am 29. Oktober 1987 im neunzigsten Lebensjahr starb, hatte er als einer der bedeutenden Maler Süddeutschlands einen weiten und folgerichtigen Weg hinter sich gebracht. Geboren in Winterreute bei Biberach, studierte er in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg an der Kunstakademie Stuttgart, um anschließend in seine nur scheinbar enge Heimat zurückzukehren, die er bis an sein Lebensende nicht mehr verlassen sollte. Dort, auf den Feldern und bei den Höfen und Häusern der Umgebung, fand er die Motive seiner Bilder, die sich im Laufe von Jahrzehnten konsequenter Arbeit in abstrahierender Weise zunehmend aller Details entledigten, um sich ganz auf ihr Wesentliches zu beschränken. Diese Beschränkung, die nicht zuletzt durch die zufällige Begegnung mit dem Werk Kasimir Malewitschs vorangetrieben wurde, war in Wahrheit eine Klärung, ja Reinigung. Mit eindringlicher Genauigkeit und großer Zuneigung hat Arnold Stadler die zunehmende Vergegenwärtigung einer Gegend, aber auch eines Zeitalters aus persönlicher Wahrnehmung und eigener Erfahrung nachvollzogen und so für auch uns nachvollziehbar gemacht.

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Auf dem Weg nach Winterreute, Arnold Stadler

Idioma
Publicado en
2012
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Título
Auf dem Weg nach Winterreute
Idioma
Alemán
Editorial
Jung und Jung
Publicado en
2012
Páginas
205
ISBN10
3990270230
ISBN13
9783990270233
Serie
Descripción
Als Jakob Bräckle am 29. Oktober 1987 im neunzigsten Lebensjahr starb, hatte er als einer der bedeutenden Maler Süddeutschlands einen weiten und folgerichtigen Weg hinter sich gebracht. Geboren in Winterreute bei Biberach, studierte er in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg an der Kunstakademie Stuttgart, um anschließend in seine nur scheinbar enge Heimat zurückzukehren, die er bis an sein Lebensende nicht mehr verlassen sollte. Dort, auf den Feldern und bei den Höfen und Häusern der Umgebung, fand er die Motive seiner Bilder, die sich im Laufe von Jahrzehnten konsequenter Arbeit in abstrahierender Weise zunehmend aller Details entledigten, um sich ganz auf ihr Wesentliches zu beschränken. Diese Beschränkung, die nicht zuletzt durch die zufällige Begegnung mit dem Werk Kasimir Malewitschs vorangetrieben wurde, war in Wahrheit eine Klärung, ja Reinigung. Mit eindringlicher Genauigkeit und großer Zuneigung hat Arnold Stadler die zunehmende Vergegenwärtigung einer Gegend, aber auch eines Zeitalters aus persönlicher Wahrnehmung und eigener Erfahrung nachvollzogen und so für auch uns nachvollziehbar gemacht.