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Caring Institutions

Was wir heute von der psychothérapie institutionnelle lernen können

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Im Schatten des Faschismus bildete sich ein Verständnis von Institutionen, jenseits staatlicher Einrichtungen, als notwendige Strukturen des Austauschs, der Anerkennung und kollektiver Sorge: Die militante Bewegung der psychothérapie institutionelle entwickelte eine Definition, mit der sich ›Institutionen‹ als emanzipatorische Orte fassen und die sich für selbstorganisierte Strukturen und Kollektive aneignen lässt. Die institutionelle Psychotherapie (PI) entstand um den katalanischen Psychiater François Tosquelles und zielte als radikale politische Form der Psychiatrie darauf ab, die Struktur der Institution selbst zu »heilen« – von autoritären Strukturen, Segregationen und Ausgrenzungen. Dabei versuchten sie sich an einer Neu-Konzeption von Institutionen als gemeinschaftlich geschaffenen Strukturen des Austauschs, die das Verschiedene versammeln, Affektzirkulation und Verletzlichkeit erlauben und so erst Beziehungen ermöglichen – offene Orte der Begegnung und der gemeinsamen Arbeit, an denen jede*r den eigenen Platz finden kann. Eine Konzeption die sich in Zeiten des neuen Autoritarismus und drohendem Faschismus für kollektiven Strukturen des Zusammenlebens und Arbeitens stark gemacht werden muss. Der Band erschließt zentrale Konzepte dieser Bewegung und setzt sie in Dialog mit gegenwärtigen künstlerischen Praxen der Gemeinschafsbildung und der Fürsorge.

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Caring Institutions, Leila Haghighat

Idioma
Publicado en
2026
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(Tapa blanda)
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Título
Caring Institutions
Subtítulo
Was wir heute von der psychothérapie institutionnelle lernen können
Idioma
Alemán
Editorial
Unrast Verlag
Publicado en
2026
Formato
Tapa blanda
ISBN13
9783897716735
Serie
Descripción
Im Schatten des Faschismus bildete sich ein Verständnis von Institutionen, jenseits staatlicher Einrichtungen, als notwendige Strukturen des Austauschs, der Anerkennung und kollektiver Sorge: Die militante Bewegung der psychothérapie institutionelle entwickelte eine Definition, mit der sich ›Institutionen‹ als emanzipatorische Orte fassen und die sich für selbstorganisierte Strukturen und Kollektive aneignen lässt. Die institutionelle Psychotherapie (PI) entstand um den katalanischen Psychiater François Tosquelles und zielte als radikale politische Form der Psychiatrie darauf ab, die Struktur der Institution selbst zu »heilen« – von autoritären Strukturen, Segregationen und Ausgrenzungen. Dabei versuchten sie sich an einer Neu-Konzeption von Institutionen als gemeinschaftlich geschaffenen Strukturen des Austauschs, die das Verschiedene versammeln, Affektzirkulation und Verletzlichkeit erlauben und so erst Beziehungen ermöglichen – offene Orte der Begegnung und der gemeinsamen Arbeit, an denen jede*r den eigenen Platz finden kann. Eine Konzeption die sich in Zeiten des neuen Autoritarismus und drohendem Faschismus für kollektiven Strukturen des Zusammenlebens und Arbeitens stark gemacht werden muss. Der Band erschließt zentrale Konzepte dieser Bewegung und setzt sie in Dialog mit gegenwärtigen künstlerischen Praxen der Gemeinschafsbildung und der Fürsorge.