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Ein Arzt in Stalingrad

Feldpostbriefe und Gefangenenpost des Regimentsarztes Horst Rocholl 1942 - 1953

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Ein alltags- und mentalitätsgeschichtlich aufschlussreiches Dokument über Krieg und Gefangenschaft. Am 14. Januar 1943 schrieb der Arzt Dr. Horst Rocholl an seine Frau: »Der Soldat im Graben kann verwundet, schwer verwundet oder krank nach Hause kommen. Ich durfte nicht nach vorn, weil ich Arzt bin und unsere Soldaten wieder kampffähig machen muss. So warte ich den Tag ab, vor dem mir graut, nicht wegen des wahrscheinlichen Todes, nein, wegen dessen, was ich dabei sehen und fühlen muss.« Die Schlacht um Stalingrad prägte Rocholls Weltanschauung. In der Kriegsgefangenschaft öffnete sich das NSDAP-Mitglied neuen Ideen und erkannte die deutsche Schuld. Trotz seiner Mitarbeit im Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) wurde er 1948 zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt, die er in Workuta und als Arzt in einem Stalingrader Lager verbüßte. Dort lernte er Ottmar Kohler kennen, das Vorbild für Konsaliks Roman »Der Arzt von Stalingrad«, mit dem sich Rocholl später kritisch auseinandersetzte. 1953 wurde er vorzeitig entlassen und ging in die DDR, wo er als Arzt praktizierte und Gründungsmitglied der »Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere« war. In seinen zahlreichen Briefen an die Familie, die hier erstmals veröffentlicht werden, wird seine Entwicklung vom regimetreuen Offizier zum kritischen Antifaschisten nachvollziehbar.

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Ein Arzt in Stalingrad, Horst Rocholl, Jens Ebert

Idioma
Publicado en
2009
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(Tapa dura),
Estado del libro
Dañado
Precio
29,02 €

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Título
Ein Arzt in Stalingrad
Subtítulo
Feldpostbriefe und Gefangenenpost des Regimentsarztes Horst Rocholl 1942 - 1953
Idioma
Alemán
Publicado en
2009
Formato
Tapa dura
Páginas
375
ISBN10
3835303023
ISBN13
9783835303027
Serie
Descripción
Ein alltags- und mentalitätsgeschichtlich aufschlussreiches Dokument über Krieg und Gefangenschaft. Am 14. Januar 1943 schrieb der Arzt Dr. Horst Rocholl an seine Frau: »Der Soldat im Graben kann verwundet, schwer verwundet oder krank nach Hause kommen. Ich durfte nicht nach vorn, weil ich Arzt bin und unsere Soldaten wieder kampffähig machen muss. So warte ich den Tag ab, vor dem mir graut, nicht wegen des wahrscheinlichen Todes, nein, wegen dessen, was ich dabei sehen und fühlen muss.« Die Schlacht um Stalingrad prägte Rocholls Weltanschauung. In der Kriegsgefangenschaft öffnete sich das NSDAP-Mitglied neuen Ideen und erkannte die deutsche Schuld. Trotz seiner Mitarbeit im Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) wurde er 1948 zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt, die er in Workuta und als Arzt in einem Stalingrader Lager verbüßte. Dort lernte er Ottmar Kohler kennen, das Vorbild für Konsaliks Roman »Der Arzt von Stalingrad«, mit dem sich Rocholl später kritisch auseinandersetzte. 1953 wurde er vorzeitig entlassen und ging in die DDR, wo er als Arzt praktizierte und Gründungsmitglied der »Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere« war. In seinen zahlreichen Briefen an die Familie, die hier erstmals veröffentlicht werden, wird seine Entwicklung vom regimetreuen Offizier zum kritischen Antifaschisten nachvollziehbar.