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Buchstabensuppe

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Und im Übrigen, nehmt meine Geschichten nicht so ernst. Meckert drüber, pikiert euch, zerreißt sie, verflucht sie, schreit Zeter und Mordio, aber petzt nicht gleich und rennt zum nächsten Advokaten hin. Der kostet nur Geld, und zwar das sauer Verdiente. Der wird euch helfen, gewiss, um diese Zeilen zensieren zu lassen, weil ihr euch beleidigt fühlt, so empfindsam seid, die Kränkung nicht ertragen könnt und weil ihr wieder Ordnung haben wollt in eurer hübschen kleinen Bürgerei. Bedenkt, ich bin doch nur die kleine Disharmonie in eurer Allharmonie. Mehr nicht. Ihr wollt die Schleusen des Lebens regulieren und oft auch schließen, ich hingegen will sie weit öffnen. Habt Verständnis für mich, auch wenn meine Flüche unaufhörlich zum Himmel steigen, so bejahe ich doch mein geliebtes Herzberg – wie es ist. Ich beweise nur durch mein Tun, dass es eine Gnade war, hier geboren zu werden, lebendig zu wirken, zu schauen, zu hören, zu empfinden, zu denken. Mag ich vom Denken auch andersrum sein.

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Buchstabensuppe, Steffen Modrach

Idioma
Publicado en
2014
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(Tapa blanda),
Estado del libro
Bueno
Precio
31,99 €

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Título
Buchstabensuppe
Idioma
Alemán
Editorial
BücherKammer
Publicado en
2014
Formato
Tapa blanda
Páginas
188
ISBN10
3940635448
ISBN13
9783940635440
Serie
Descripción
Und im Übrigen, nehmt meine Geschichten nicht so ernst. Meckert drüber, pikiert euch, zerreißt sie, verflucht sie, schreit Zeter und Mordio, aber petzt nicht gleich und rennt zum nächsten Advokaten hin. Der kostet nur Geld, und zwar das sauer Verdiente. Der wird euch helfen, gewiss, um diese Zeilen zensieren zu lassen, weil ihr euch beleidigt fühlt, so empfindsam seid, die Kränkung nicht ertragen könnt und weil ihr wieder Ordnung haben wollt in eurer hübschen kleinen Bürgerei. Bedenkt, ich bin doch nur die kleine Disharmonie in eurer Allharmonie. Mehr nicht. Ihr wollt die Schleusen des Lebens regulieren und oft auch schließen, ich hingegen will sie weit öffnen. Habt Verständnis für mich, auch wenn meine Flüche unaufhörlich zum Himmel steigen, so bejahe ich doch mein geliebtes Herzberg – wie es ist. Ich beweise nur durch mein Tun, dass es eine Gnade war, hier geboren zu werden, lebendig zu wirken, zu schauen, zu hören, zu empfinden, zu denken. Mag ich vom Denken auch andersrum sein.