
Más información sobre el libro
»Hofgänger«: Mit diesem Schimpfwort belegten Sozialdemokraten im Kaiserreich jene Genossen, die – ungeachtet der antimonarchischen Haltung der SPD – bei ihrer parlamentarischen Arbeit mit den gekrönten Häuptern zusammentrafen. Aus streng sozialistischer Sicht war nämlich die Republik die einzig geeignete Staatsform, die durch revolutionäre Umwälzungen zu erringen sei. In der politischen Praxis erwies sich das Verhältnis zwischen den antagonistischen Kräften von Monarchie und Sozialdemokratie jedoch als deutlich komplexer. Der Blick auf die verschiedenen Monarchien des föderal organisierten Kaiserreichs zeigt, dass in den Bundesstaaten unterschiedliche Entwicklungen möglich waren und den Akteuren sinnvoll erschienen. Sozialdemokratische Parlamentarier fügten sich vor Ort in die jeweiligen politischen Kulturen ein. Trotz aller grundsätzlichen Monarchiekritik waren sie bereit, sich auf die monarchischen Elemente des konstitutionellen Staates einzulassen – bisweilen auch mit einem Besuch bei Hofe.
Compra de libros
Revolutionäre Hofgänger?, Ines Neffgen
- Idioma
- Publicado en
- 2026
- product-detail.submit-box.info.binding
- (Tapa blanda)
Métodos de pago
Nadie lo ha calificado todavía.
- Título
- Revolutionäre Hofgänger?
- Subtítulo
- Sozialdemokratie und die Monarchien im Wilhelminischen Kaiserreich (1890–1914)
- Idioma
- Alemán
- Autores
- Ines Neffgen
- Editorial
- Droste Verlag
- Publicado en
- 2026
- Formato
- Tapa blanda
- Páginas
- 304
- ISBN13
- 9783770053711
- Serie
- Etiquetas
- Periodismo narrativo
- Descripción
- »Hofgänger«: Mit diesem Schimpfwort belegten Sozialdemokraten im Kaiserreich jene Genossen, die – ungeachtet der antimonarchischen Haltung der SPD – bei ihrer parlamentarischen Arbeit mit den gekrönten Häuptern zusammentrafen. Aus streng sozialistischer Sicht war nämlich die Republik die einzig geeignete Staatsform, die durch revolutionäre Umwälzungen zu erringen sei. In der politischen Praxis erwies sich das Verhältnis zwischen den antagonistischen Kräften von Monarchie und Sozialdemokratie jedoch als deutlich komplexer. Der Blick auf die verschiedenen Monarchien des föderal organisierten Kaiserreichs zeigt, dass in den Bundesstaaten unterschiedliche Entwicklungen möglich waren und den Akteuren sinnvoll erschienen. Sozialdemokratische Parlamentarier fügten sich vor Ort in die jeweiligen politischen Kulturen ein. Trotz aller grundsätzlichen Monarchiekritik waren sie bereit, sich auf die monarchischen Elemente des konstitutionellen Staates einzulassen – bisweilen auch mit einem Besuch bei Hofe.