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Kannibalismus und Eucharistie

Frühneuzeitliche Figurationen des Einverleibens in den romanischen Literaturen (Materiale Textkulturen, 41)

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Eucharistie und So konträr ihre kulturelle Verortung auch scheinen mag, umso verstörender wirkten schon im 16. Jahrhundert die Analogien zwischen beiden Konzepten. Ist der 'wilde Kannibale' Amerikas nicht nur fleischgewordene Metapher für den 'kulturellen Kannibalismus' des Kolonialismus selbst, sondern auch eine Materialisierung anderer im frühneuzeitlichen Europa zirkulierender Diskurse des Verschlingens und Einverleibens? Anhand verschiedener Textbeispiele aus den romanischen Literaturen (französisch, spanisch, portugiesisch) des 16. und 17. Jahrhunderts diskutieren zwölf Aufsätze dieses kompetitive Feld der Bedeutungszuschreibung von Einverleiben, Verkörpern und Verdauen zwischen den kulturellen Praktiken des Kannibalismus und der katholischen Eucharistie. So werden Analogien und Verschiebungen zwischen verschiedenen Diskursen und Textgenres sichtbar, wie Reiseberichten, Historiographie, Medizin, Theater, Burleske und Pikareske oder der Mystik. Ein abschließender Teil widmet sich dem Rewriting dieses frühneuzeitlichen Korpus in Gegenwartskulturen und -literaturen Lateinamerikas und Frankreichs, was das kulturhistorische und poetische Potential dieser emblematischen Kippfigur bestätigt und weiterführt.

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Kannibalismus und Eucharistie, Stephanie Béreiziat-Lang

Idioma
Publicado en
2024
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(Tapa dura)
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Título
Kannibalismus und Eucharistie
Subtítulo
Frühneuzeitliche Figurationen des Einverleibens in den romanischen Literaturen (Materiale Textkulturen, 41)
Idioma
Alemán
Editorial
De Gruyter
Publicado en
2024
Formato
Tapa dura
Páginas
297
ISBN10
311132365X
ISBN13
9783111323657
Serie
Descripción
Eucharistie und So konträr ihre kulturelle Verortung auch scheinen mag, umso verstörender wirkten schon im 16. Jahrhundert die Analogien zwischen beiden Konzepten. Ist der 'wilde Kannibale' Amerikas nicht nur fleischgewordene Metapher für den 'kulturellen Kannibalismus' des Kolonialismus selbst, sondern auch eine Materialisierung anderer im frühneuzeitlichen Europa zirkulierender Diskurse des Verschlingens und Einverleibens? Anhand verschiedener Textbeispiele aus den romanischen Literaturen (französisch, spanisch, portugiesisch) des 16. und 17. Jahrhunderts diskutieren zwölf Aufsätze dieses kompetitive Feld der Bedeutungszuschreibung von Einverleiben, Verkörpern und Verdauen zwischen den kulturellen Praktiken des Kannibalismus und der katholischen Eucharistie. So werden Analogien und Verschiebungen zwischen verschiedenen Diskursen und Textgenres sichtbar, wie Reiseberichten, Historiographie, Medizin, Theater, Burleske und Pikareske oder der Mystik. Ein abschließender Teil widmet sich dem Rewriting dieses frühneuzeitlichen Korpus in Gegenwartskulturen und -literaturen Lateinamerikas und Frankreichs, was das kulturhistorische und poetische Potential dieser emblematischen Kippfigur bestätigt und weiterführt.