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Mundtot

Nachkriegsbiographie eines nicht gewollten Besatzerkindes

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Zum Buch Jürgen Schubert ist Sohn eines russischen Besatzersoldaten und einer deutschen Frau. Als ihr deutscher Ehemann aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, verleugnet sie ihre Liebesbeziehung und behauptet, sie sei Opfer einer Vergewaltigung. Für Jürgen Schubert beginnt eine qualvolle Zeit. Als „nicht gewolltes“ Kind wird er verstoßen und im Alter von drei Jahren, trotz geistiger und körperlicher Gesundheit, psychiatrisiert. Aus eigener Kraft gelingt es ihm im Alter von siebzehn Jahren, die Mauern der Psychiatrie hinter sich zu lassen. Neben der Erzählung Jürgen Schuberts wird seine Lebensgeschichte durch etliche Dokumente, psychosoziale Beiträge und ein aktuelles Interview auf eindrucksvolle Weise wiedergegeben. Dieses Buch von dem „Besatzungskind“ Jürgen Schubert (Jahrgang 1946) löst in mir tiefe Gefühle aus. Es drückt in einer nüchternen Sprache die starke Sehnsucht nach der eigenen Mutter aus, die den Autor dieses Buches nach der Entbindung „in Stich gelassen“ hat. Wir lesen ein zeitloses Dokument, das die Probleme der kindlichen Entwicklung bei Heimunterbringung nachempfinden läßt. Die psychologisch interessante Fragestellung wird aufgeworfen: Wie schafft es ein junger Mensch, gegen so viel Widerstand zu überleben und zu einer eigenen Sprache zu finden? Dr. Doris Jansen Psychotherapeutin in Aachen

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Mundtot, Jürgen Schubert

Idioma
Publicado en
1998
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Título
Mundtot
Subtítulo
Nachkriegsbiographie eines nicht gewollten Besatzerkindes
Idioma
Alemán
Editorial
VAS
Publicado en
1998
Páginas
149
ISBN10
3888642884
ISBN13
9783888642883
Serie
Descripción
Zum Buch Jürgen Schubert ist Sohn eines russischen Besatzersoldaten und einer deutschen Frau. Als ihr deutscher Ehemann aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, verleugnet sie ihre Liebesbeziehung und behauptet, sie sei Opfer einer Vergewaltigung. Für Jürgen Schubert beginnt eine qualvolle Zeit. Als „nicht gewolltes“ Kind wird er verstoßen und im Alter von drei Jahren, trotz geistiger und körperlicher Gesundheit, psychiatrisiert. Aus eigener Kraft gelingt es ihm im Alter von siebzehn Jahren, die Mauern der Psychiatrie hinter sich zu lassen. Neben der Erzählung Jürgen Schuberts wird seine Lebensgeschichte durch etliche Dokumente, psychosoziale Beiträge und ein aktuelles Interview auf eindrucksvolle Weise wiedergegeben. Dieses Buch von dem „Besatzungskind“ Jürgen Schubert (Jahrgang 1946) löst in mir tiefe Gefühle aus. Es drückt in einer nüchternen Sprache die starke Sehnsucht nach der eigenen Mutter aus, die den Autor dieses Buches nach der Entbindung „in Stich gelassen“ hat. Wir lesen ein zeitloses Dokument, das die Probleme der kindlichen Entwicklung bei Heimunterbringung nachempfinden läßt. Die psychologisch interessante Fragestellung wird aufgeworfen: Wie schafft es ein junger Mensch, gegen so viel Widerstand zu überleben und zu einer eigenen Sprache zu finden? Dr. Doris Jansen Psychotherapeutin in Aachen