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Von der Kunst des Erbens

Die „Flick-Collection“ und die Berliner Republik

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  • 170 páginas
  • 6 horas de lectura

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Die so genannte „Flick-Collection“ ist eine Sammlung zeitgenössischer Kunst. Namensgeber ist Friedrich Christian Flick, Enkel des im Nürnberger Prozess wegen Kriegsverbrechen verurteilten Friedrich Flick. Ab September 2004 wird die „Flick-Collection“ als Leihgabe in Berlin in einer eigens umgebauten Halle präsentiert. Da das Vermögen zum Aufbau dieser Sammlung nicht zuletzt aus Kriegsgewinnen und der brutalen Ausbeutung von Zwangsarbeitern stammt, hat das Vorhaben schon vor Jahren in ganz Europa Bedenken und Ablehnung provoziert. Während die „Berliner Szene“ für die „Flick-Collection“ geradezu ungetrübte Begeisterung zeigte, stieß insbesondere dieser Umstand bei vielen auf heftige Kritik, auf die wiederum Flick und die Ausstellungsmacher erst spät und zögerlich mit Kompromisslösungen reagierten. Friedrich Christian Flick gehört wie Gerhard Schröder und Christina Weiss einer Generation an, die jene Generation persönlich und politisch beerbt, die unter dem Nationalsozialismus lebte, ihn betrieb, mit ihm mitlief oder ihn auch nur überlebte. Peter Kessens Von der Kunst des Erbens nimmt sich der Thematik in einer Parallelbiographie – der eines überlebenden Opfers und der eines profitierenden Erben – an. Letztlich wird hier verhandelt, ob und wie es der Nachkriegsgeneration, einer Zwischengeneration, gelungen ist, die Fundamente für eine künftige, auf Wahrhaftigkeit und moralischer Sensibilität beruhende öffentliche Kultur zu legen.

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Von der Kunst des Erbens, Peter Kessen, Micha Brumlik

Idioma
Publicado en
2004
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(Tapa blanda),
Estado del libro
Bueno
Precio
2,89 €

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Título
Von der Kunst des Erbens
Subtítulo
Die „Flick-Collection“ und die Berliner Republik
Idioma
Alemán
Publicado en
2004
Formato
Tapa blanda
Páginas
170
ISBN10
386572521X
ISBN13
9783865725219
Serie
Descripción
Die so genannte „Flick-Collection“ ist eine Sammlung zeitgenössischer Kunst. Namensgeber ist Friedrich Christian Flick, Enkel des im Nürnberger Prozess wegen Kriegsverbrechen verurteilten Friedrich Flick. Ab September 2004 wird die „Flick-Collection“ als Leihgabe in Berlin in einer eigens umgebauten Halle präsentiert. Da das Vermögen zum Aufbau dieser Sammlung nicht zuletzt aus Kriegsgewinnen und der brutalen Ausbeutung von Zwangsarbeitern stammt, hat das Vorhaben schon vor Jahren in ganz Europa Bedenken und Ablehnung provoziert. Während die „Berliner Szene“ für die „Flick-Collection“ geradezu ungetrübte Begeisterung zeigte, stieß insbesondere dieser Umstand bei vielen auf heftige Kritik, auf die wiederum Flick und die Ausstellungsmacher erst spät und zögerlich mit Kompromisslösungen reagierten. Friedrich Christian Flick gehört wie Gerhard Schröder und Christina Weiss einer Generation an, die jene Generation persönlich und politisch beerbt, die unter dem Nationalsozialismus lebte, ihn betrieb, mit ihm mitlief oder ihn auch nur überlebte. Peter Kessens Von der Kunst des Erbens nimmt sich der Thematik in einer Parallelbiographie – der eines überlebenden Opfers und der eines profitierenden Erben – an. Letztlich wird hier verhandelt, ob und wie es der Nachkriegsgeneration, einer Zwischengeneration, gelungen ist, die Fundamente für eine künftige, auf Wahrhaftigkeit und moralischer Sensibilität beruhende öffentliche Kultur zu legen.