Im tiefen Osterreich ist der erste Rand des Romanzyklus Die Archive des Schweigens von Gerhard Roth. Er kann jedoch auch als ein selbständiger Text- und Bildband über Gegenwart und Geschichte des \"tiefen Österreich\" betrachtet werden. Das Buch enthält einen umfangreichen Teil mit historischen Abbildungen über das Leben in der österreichischen Provinz und - in sechs Abteilungen gegliedert - Aufnahmen, die Roth gleichsam als visuelle Tagebuchaufzeichnungen wahrend der Arbeit an seinem Romanzyklus von Menschen und Landschaft in der Südsteiermark gemacht hat.
Los Archivos del Silencio Serie
Esta extensa saga se sumerge en las profundidades de la provincia austriaca, desvelando su pasado olvidado y sus realidades presentes. La serie explora una vida rural que parece suspendida en el tiempo, presentando una expedición fotográfica etnográfica. A través de imágenes impactantes y narrativas evocadoras, captura la atmósfera única y las transformaciones de las comunidades tradicionales. Es un viaje al corazón del país, donde la historia se entrelaza con el presente en un cautivador retrato de la existencia humana.






Orden recomendado de lectura
Ascher sieht sich gezwungen, seinen Arztberuf aufzugeben und vorübergehend in ein leeres Bauernhaus in der Südsteiermark zu ziehen. Dort beobachtet er die Natur, die Menschen und sich selbst. Die Dorfbewohner akzeptieren ihn schnell, da er keine Erwartungen an sie hat, und so wird er Teil ihres Lebens: bei der Ernte, der Jagd, einer Wahlveranstaltung, einem Todesfall und einer Hochzeit. Er taucht ein in ein Leben, das von Jahreszeiten, Traditionen, Aberglauben und Armut geprägt ist. Ascher nimmt die Schwere ihrer Arbeit und den Mangel an medizinischer Versorgung wahr, ebenso wie die Enge ihrer Verhältnisse, die oft zu Gewalt führt, sowie ihre kleinen Freuden und ihren Fatalismus gegenüber den Herausforderungen des Lebens. Roth idealisiert das Landleben nicht; vielmehr wird ein Tollwutverdacht zur Auslöser für eine Tötungsorgie, und die Jagd wird zur politischen Metapher für Aggression. Dennoch bleibt Ascher, da er erkennt, dass die Menschen ihn brauchen. Der Roman erzählt von seiner Suche nach den anderen und seinem Mitgefühl für ihr Elend, was ihn zu sich selbst führt. Roth verwendet eine klare, ruhige Sprache, die den Beobachter zugunsten des Wahrgenommenen in den Hintergrund rückt. Es ist ein Kunstwerk von seltener Eindringlichkeit und ein bedeutendes Dokument der gelebten Menschenliebe.
Franz Lidner se queda mudo a raiz de un accidente en la serrería donde trabaja.Para comunicarse debe anotar todo aquello que quiere decir, está obligado a observar e imaginar. E imagina un mundo mezcla de realidad y delirio
Seit seinem Debüt mit der ›autobiographie des albert einstein‹ (1972) schildert Gerhard Roth mit Vorliebe Gestalten, die zu ihrer Umwelt ein gestörtes, mindestens aber ein irritiertes Verhältnis haben; das geht bis zum schizophrenen Auseinanderfallen von Ich und Welt. Dieses Thema bestimmt auch die Handlung seines zuletzt publizierten Buches ›Am Abgrund‹. Erzählt wird die Geschichte des ungleichen Freundespaares Lindner und Jenner. Beide ziehen vom Land in die Großstadt (Wien). Während der „verrückte“ Lindner sich im Kopf und auch auf dem Papier seine Welt entwirft, streift der Jurastudent Jenner durch die Stadt und begeht wie absichtslos Morde. (Und erlebt während einer Gerichtsverhandlung mit, wie ein gänzlich Unschuldiger an seiner Stelle verurteilt wird; Jenner bleibt ungerührt.) Der »Archäologe der Gegenwart«, wie Roth sich selbst bezeichnet, spürt ›Am Abgrund‹ Wahrnehmungsweisen der Welt und der Sprache von Gewalt und Ohnmacht nach, von Opfern und Tätern. »Auf geradezu unheimliche Art und Weise«, fand die Zürcher Weltwoche, »hat der Grazer Gerhard Roth in seinem jüngsten Buch ›Am Abgrund‹ die Undurchdringlichkeit der Realität und die Undurchschaubarkeit dessen, was wir Schicksal zu nennen pflegen, literarisch gestaltet.«
Der Untersuchungsrichter
Die Geschichte eines Entwurfs
"Der Untersuchungsrichter Sonneberg erforscht nicht nur Verbrechen, er untersucht vor allem di Wirklichkeit. Und je genauer vor diese untersucht, desto mehr entgleitet sie ihm. Sonnenberg findet heraus, dass die sogenannten Tatsachen nur Übereinkünfte sind und dass die Justiz der Ausdruck der Angst ist, die die Gesellschaft vor sich selbst hat"--P. [4] of cover.
Die Geschichte der Dunkelheit
Ein Bericht
Mit dem Bericht ›Die Geschichte der Dunkelheit‹ schließt Gerhard Roth seinen siebenbändigen Romanzyklus ›Die Archive des Schweigens‹ ab. Die Lebensgeschichte des Wiener Juden Karl Berger wird erzählt, der in der Leopoldstadt aufwächst und sich mehr als Österreicher denn als Jude fühlt. In den frühen dreißiger Jahren machen sich jedoch antisemitische Ressentiments bemerkbar, und Berger beobachtet besorgt den Aufstieg der Nationalsozialisten im Deutschen Reich. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen emigriert er mit 18 Jahren nach London, tritt in die tschechoslowakische Exilarmee ein und kämpft an der Befreiung Deutschlands. Nach dem Krieg erfährt er, dass sein Vater von den Nazis ermordet wurde, während seine Mutter und Schwester überlebten. Berger reist zurück nach England und dann nach Israel, bevor er 1962 nach Wien zurückkehrt. Sein Leben ist stark geprägt von Antisemitismus und den politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts. In diesem Buch treten die politischen Dimensionen von Roths Zyklus besonders hervor. Der Bericht zeigt historische Beispiele für soziale Ausgrenzung, Untertanentum und Denunziation und weist auf latente sowie offene antisemitische Strömungen im heutigen Wien hin.
Jahrelang durchforschte Gerhard Roth die licht abgewandten Bezirke Wiens. Auf seinen Streifzügen durch die Hauptstadt ließ er sich nicht vom Glanze der ehemaligen k. u. k. Residenzstadt blenden. Er suchte und fand deren realen und ihren seelischen Untergrund. Im FAZ-Magazin publizierte Roth eine Serie mit seinen Erkundungen. Er berichtet darin vom ehemaligen Hetztheater (in dem Tiere so lange aufeinander gehetzt wurden, bis sie todwund verendeten), von den Katakomben in der Inneren Stadt, von den geistesverwirrten Künstlern in der psychiatrischen Anstalt Gugging, vom ehemaligen Judenviertel in der Leopoldstadt; Roth beschreibt das stadtbekannte Männerwohnheim in der Meldemannstraße, in dem Hitler knappe vier Jahre zugebracht hat, stattet dem so genannten Narrenturm und dem Heeresgeschichtlichen Museum Besuche ab. Unversehens gerät der Band zu einem Reiseführer durch die Abgründe der österreichischen Seele.
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Die Archive des Schweigens: 1. Im tiefen Österreich2. Der Stille Ozean3. Landläufiger Tod4. Am Abgrund5. Der Untersuchungsrichter6. Die Geschichte der Dunkelheit7. Eine Reise in das Innere von Wien

